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© Bild: EPA
Sport/Fußball
22.05.2012

Historische Chance für Frauen-Nationalelf

Österreichs Frauen könnten erstmals ins Play-off um die EM-Teilnahme einziehen. Probleme macht die Frauen-EM.

Neulengbach ist im österreichischen Frauenfußball federführend. Aber auch abseits des Wienerwalds wird auf nationaler Ebene jede Menge unternommen, um die kickenden Damen voranzubringen. "Insgesamt investiert der ÖFB 700.000 Euro pro Jahr in den Frauenfußball", betont ÖFB-Sportdirektor Willi Ruttensteiner.

Der ganze Stolz ist das Nationale Zentrum für Frauenfußball in St. Pölten – trotz der für Neulangbach-Coach Johannes Uhlig noch ausbaufähigen Zusammenarbeit.

In St. Pölten besteht seit dem Schuljahr 2011/`12 die Möglichkeit einer elitären Ausbildung. Für die Mädchen stehen ein Oberstufenrealgymnasium und eine Bundeshandelsschule für Leistungssportlerinnen zu Verfügung. Sportlicher Leiter in St. Pölten ist Teamchef Dominik Thalhammer, der bereits als Trainer in der Bundesliga tätig war.

Die vielen Investitionen sollen sich in diesem Jahr erstmals so richtig bezahlt machen und Früchte tragen. Vorläufiges Highlight ist das EM-Qualifikationsspiel gegen Tschechien in Prag am 16. Juni.

Premiere

Österreichs Damen liegen in der Qualifikationsgruppe 7 hinter Dänemark auf Platz zwei. Mit einem Erfolg gegen die Tschechinnen (3.) würde das Team wohl erstmals ins Play-off um die EM-Teilnahme einziehen. "Das ist eine historische Chance für uns", sagt Isabel Hochstöger, die beim ÖFB das Ressort Frauenfußball leitet.

Die Vorzeichen dafür stehen allerdings nicht gut, zumal mit Kapitänin Marlies Hanschitz von Wacker Innsbruck und Nina Burger von Neulengbach zwei der wichtigsten Spielerinnen auszufallen drohen. Grund ist die zeitgleich stattfindende Polizei-EM in Kopenhagen, an der die bei der Polizei beschäftigten Hanschitz und Burger teilnehmen müssen. Dabei bestreitet Österreichs Team am 11., 12. und 13. Juni die Gruppenspiele. Sollte die Gruppenphase erfolgreich überstanden werden, würden die beiden auf keinen Fall in Prag zu Verfügung stehen.

Als Kompromiss wurde seitens der Polizei angeboten, dass die beiden nachkommen, sollte die Gruppenphase nicht überstanden werden. "Im Sinne einer gezielten Vorbereitung auf dieses wichtige Spiel können wir mit diesem Kompromiss aber nicht leben", beteuert Ruttensteiner, der sich angesichts der historischen Chance wünscht: "Hier müssen wir zusammenhelfen."

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