Erste Liga: Mattersburg ist der große Gejagte
St.Pölten will aufsteigen.
Der Leistungsunterschied im Vergleich zur Bundesliga ist genau richtig“, sagte Schirmherr Herbert Prohaska gestern in Wien, als Bundesliga-Vorstand Georg Pangl die Trainer der „Heute für Morgen“ Erste Liga begrüßte. Lediglich Altach-Coach Damir Canadi wurde von Sportdirektor Georg Zellhofer vertreten. „Die jungen Spieler sind technisch besser als zu meiner Zeit, der Fußball hat sich vor allem taktisch weiterentwickelt“, ergänzte Prohaska.
Die Liga machte sportlich in den letzten Jahren einen Schritt nach vorne. Nicht weniger als 80 Prozent aller Einsatzminuten wurden in der abgelaufenen Saison von Österreichern absolviert. Der fehlende Ligasponsor und die niedrigen Zuschauerzahlen drängen die guten Strukturen der Liga jedoch in den Hintergrund.
Trotzdem verspricht die neue Saison sportlichen Unterhaltungswert. Mit Absteiger Mattersburg, unter der Führung des neuen Trainers Alfred Tatar („Wir lassen uns nicht die Favoritenrolle anheften“), und den Klubs aus Liefering und Parndorf gibt es drei Liga-Neulinge.
Hohe Ziele haben vor allem St. Pölten und Altach. „Ich nenne es Gipfelsturm 4.1 – vier Etappen, ein Ziel“, sagt SKN-Trainer Martin Scherb. Georg Zellhofer schlägt in dieselbe Kerbe: „Der Aufstieg ist das Ziel. Wir wollen den langen weißen Bart der Liga endlich loswerden.“ Die Vienna muss nach den Verstößen beim Lizenzierungsverfahren mit drei Minuspunkten in die Saison starten.