"Ein geiler Verein mit großem Potential"
Neo-Sturm-Trainer Peter Hyballa gibt sich in seiner Antrittsrede optimistisch und bescheiden.
Sturm ist ein geiler Verein mit großem Potenzial – ich bin sicher, dass ich etwas bewegen kann", sagt Peter Hyballa bei seiner Antrittsrede als Sturm-Coach. Bewegen? Pessimisten werden sagen, schlechter kann es nicht nach dieser Saison mehr werden (ab Donnerstag Abend ist Sturm auch offiziell nicht mehr regierender Meister), Optimisten sehen eine neue Chance.
Denn eines kann der neue Mann nicht sehr gut: "Ich bin ein schlechter Verlierer, obwohl ich in Aachen lernen musste, mit Niederlagen umzugehen. Aber natürlich muss ein europäischer Bewerb immer das Ziel eines Klubs wie Sturm Graz sein. Wichtig ist es aber auch, dass wir den Fans mit dieser Mannschaft tolle Spiele liefern."
Sturm und offensiv. Etwas anderes gibt es nicht. Aber: Mit Hyballa kommt ein Trainer, der nicht für ein Defensiv-Desaster sorgen wird wie Ivica Vastic bei der Austria. Und: Der 36-Jährige kann gut mit Jugendlichen umgehen, bei Dortmunds Nachwuchs trainierte er immerhin Mario Götze. "Ich habe ihn zwei Jahre lang in der U-19-B-Jugend gehabt. Dort hab" ich ein bisschen an ihm rumgeschraubt, aber als sein Entdecker fühle ich mich sicher nicht, sagt Hyballa bescheiden.
Gemeinsamkeiten mit Meistertrainer Jürgen Klopp werden dem Deutschen attestiert. "Ich lese oft, dass ich ein Klopp-Klon bin. Das Einzige, das Jürgen und ich gemeinsam haben, ist, dass wir oft schlecht rasiert sind." Wie sein Trainerteam beisammen sein wird, ist noch unklar. Eine Entscheidung fällt in den nächsten Tagen.