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Sport/Fußball
26.05.2012

Die Lücken und Tücken der Erinnerung

Rapids General Manager Werner Kuhn erinnert sich nicht an Eurofighter-Lobbyisten S.

Die Zahlungen der Eurofighter-Mutter EADS an den Rekordmeister wurden im Frühjahr 2007 bekannt, im Mai offenbarte Radiosender Ö1, dass Rapid seit 2003 jährlich rund eine Million Euro kassierte. Die Vertragsdetails waren vage gehalten: Neben der Netzwerk-Nutzung war lediglich von Talenteförderung und "zahlreichen Aktivitäten während des Jahres" die Rede.

Die Höhe der Zahlungen wurde von Rapid weder bestätigt noch dementiert: Präsident Rudolf Edlinger berief sich bei seiner Vorladung in den Eurofighter-Untersuchungsausschuss (Mai 2007) auf das Geschäftsgeheimnis.

Das operative Geschäft bei Rapid führt seit 1994 Werner Kuhn: Auch der Generalmanager musste im Parlament als Zeuge Rede und Antwort stehen, auch er erklärte damals, er sei nicht autorisiert, nähere Angaben zu machen.

Über den Kontakt zum Eurofighter-Lobbyisten S. gab Kuhn den Abgeordneten jedoch Auskunft: "Nein", erklärte der Rapid-Geschäftsführer, S. habe weder beim Eurofighter-Deal noch bei anderen Unterstützungen eine Rolle gespielt.

Der KURIER konfrontierte Kuhn nun mit den neuen Details und der Frage, ob er mit S. nicht doch auch über Finanzielles gesprochen habe. Kuhns Standardantwort: "Ich kann mich nicht daran erinnern."