Sport/Bundesliga

Double: Salzburg gehört weltweit zu den Top 10

Was haben der Lincoln Red Imps FC aus Gibraltar, Dinamo Tiflis aus Georgien, Paxtakor Taschkent aus Usbekistan, Club Franciscain aus Martinique, Djoliba aus Mali, Al-Muharraq aus Bahrain, Dinamo Tirana aus Albanien, Zalgiris Vilnius aus Litauen, Celtic Glasgow aus Schottland und Tokyo Verdy aus Japan mit Red Bull Salzburg gemeinsam?

Sie sind alle zehn nicht nur Fußballvereine, sondern sie haben auch wie die Salzburger seit Donnerstag zumindest vier Mal in Serie ein Double, also die nationale Meisterschaft und einen Cup-Bewerb in einer Saison gewonnen.

Bei Salzburg durfte also nach dem 2:1-Cup-Finalsieg in Klagenfurt gegen Rapid ordentlich gefeiert werden. Und das taten viele Spieler auf eine schon traditionelle Art und Weise. Mit dem Fanzug ging es von Kärnten retour in die Heimat. Danach verabschiedeten sich aber nicht alle Doublegewinner in den Urlaub. Für acht Salzburger, darunter die österreichischen Teamspieler Lazaro, Laimer, Lainer und Stangl, stehen noch Länderspiele auf dem Programm.

Heißer Draht

Erfolgstrainer Óscar García flog hingegen schon am Freitag in die Heimat. „Ich habe nur 15 Tage Urlaub. Deshalb geht es sofort nach Barcelona. Denn alles, was es zu besprechen gibt, das können wir auch telefonisch besprechen“, erklärte der Katalane. Und es könnte einiges zu besprechen geben. Denn es wird und muss (auch aus finanziellen Gründen) wieder gröbere Veränderungen im Kader geben.

Schwegler und Radosevic haben sich bereits verabschiedet, Laimer ist ein so gut wie Leipziger, Lazaro hat Angebote, Wanderson steht in Russland und Samassekou in Frankreich hoch im Kurs. Wisdom ist eine Hängepartie. Für Rzatkowski und Stangl, die das Cupfinale von der Tribüne verfolgen mussten, wird nach einer Lösung gesucht. Und auch der Verbleib von Keeper Stankovic ist nicht fix.

Auf der Zugangsseite steht hingegen schon einiges: Der Mattersburger Farkas ist fix. Atanga wird von den Burgenländern zurückkehren wie Dabbur von GC Zürich und Yabo von Arminia Bielefeld. Dazu werden die Talente Wolf und Igor noch näher an die Mannschaft herangeführt.

Großes Versprechen

Der vielleicht wichtigste Neuzugang durfte schon im Cupfinale aufzeigen: Amadou Haidara war am Siegestor beteiligt. Der Mittelfeldspieler aus Mali hat eine rasante Entwicklung gemacht. „Er hat riesiges Potenzial und kann in gewissen Punkten besser als Naby Keita werden“, meinte Óscar nach dem Cupsieg und seinem persönlich zweiten Double.

Auf den Weltrekord der Doublegwinner fehlen ihm und seinen Salzburgern allerdings noch einiges. Der Lincoln Red Imps FC, der in seiner Historie 15-mal das Double in Gibraltar gewonnen hat, holte von 2004 bis 2011 Meisterschaft und Cup - also acht Mal in Serie.

Die Serien-Doublegweinner

Meisterschaft + Verbandscup
Lincoln Red Imps FC (Gibraltar/15 Double insgesamt): 8-mal in Serie (2003/'04– 2010/'11)
Dinamo Tiflis (Georgien/10): 6-mal (1991/'92–1996/'97)
Paxtakor Taschkent (Usbekistan/6): 6-mal (2002– 2007)
Club Franciscain (Martinique/6): 5-mal (2000/'01–20004/'05)
Djoliba (Mali/11): 4-mal (1972/'73 – 1975/'76)
Al-Muharraq (Bahrain/15): 4-mal (1960/'61–1963/'64)
Dinamo Tirana (Albanien/6): 4-mal (1950–1953)
FK Zalgiris Vilnius (Litauen/5): 4-mal (2013–2016)
Red Bull Salzburg (Österreich/5): 4-mal (2013/’14–2016/’17)

Meisterschaft + Ligacup
Celtic Glasgow (Schottland/10): 5-mal (1966–1970)
Tokyo Verdy (Japan/4): 4-mal (1991–1994)