Sport/Bundesliga

Der Titel ist bei Rapid kein Thema: "Wir werden es nicht"

Salzburg, wer sonst? Auch unter den Sportdirektoren und Managern der Bundesliga-Klubs herrscht Einigkeit. Salzburg ist - wie immer - der Topfavorit auf den Meistertitel, auch wenn Altach vor der ersten Runde im Frühjahr die Liga anführt. Dahinter lauern Salzburg, Sturm und die Austria, dieses Quartett möchte so lange wie möglich Mitspracherecht in der Titelfrage haben.

Und Rapid, derzeit Fünfter? Mit einem sensationellen Frühjahr könnte man vielleicht doch noch ein Wörtchen mitreden, doch Neo-Sportdirektor Fredy Bickel gab sich bei der Liga-Pressekonferenz am Dienstag realistisch. "Wir wissen, wo wir stehen. Wenn die ersten Vier nicht ins Wanken geraten, dann wird es schwer für uns. Dann müssen wir uns in erster Linie auf die neue Saison vorbereiten." Der Titel also kein Thema in Hütteldorf? Bickel spricht Klartext: "Wir werden es nicht."

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Die Austria hält sich die Option dagegen offen. Sportdirektor Franz Wohlfahrt zeigt sich mit der Vorbereitung zufrieden. "Die war sehr gut, im Gegensatz zu Rapid hatten wir auch Glück, dass wir von Verletzungen verschont geblieben sind." Ein internationaler Startplatz ist der violette Mindestanspruch, durch die Europa League im Herbst ist man ja auf den Geschmack gekommen. Wohlfahrt: "Es geht in die richtige Richtung, jetzt müssen wir das auch auf dem Platz zeigen." Am Sonntag schon im Richtung weisenden Heim-Derby gegen Rapid. Mehr als 10.000 Tickets sind verkauft.

Wohlfahrt möchte den Blick nicht zu sehr in die Ferne schweifen lassen. "Ich halte nichts davon, in Gruppen zu denken, wie viele Punkte wir aus den kommenden drei Spielen holen müssen, wen wir wie überholen können in der Tabelle. Rapid ist unser erster Gegner. Dem gehört unser Fokus."

Sturm Graz setzt sich kein konkretes Ziel, Sportdirektor Günter Kreissl legt sich auf keine Platzierung fest, spricht auch nicht vom Titel. Mit Trainer Franco Foda ist er sich grundsätzlich einig, dass dessen Vertrag in die Verlängerung gehen soll. "Wir wollen weiter mit ihm arbeiten, es hängt von nichts mehr ab."

Die Abgänge hat man aus seiner Sicht gut kompensiert. "Wir haben uns den Platz in der Spitzengruppe hart erarbeitet, wir haben es erreicht, dass wir das Stadion mit den Zuschauern wach geküsst haben." Im Frühjahr will man weitere Busserln verteilen.