Romy

Raimund Wallisch

Es ist schon ein besonderes Duo, dass David Schalko im Wiener Landkrimi dem TV-Publikum präsentierte: Nicholas Ofczarek und Raimund Wallisch als "Polizisten" Rolli und Ferdinand, die auf der Höhenstraße mit Strafen für ihr Ein- und Auskommen sorgen. Raimund Wallisch mimt den Mitläufer-Typen Ferdinand, der vom „Kollegen“ ständig drangsaliert wird, sich wider Willen zum „Watson“ machen lassen und bei jeder noch so bescheuerten Aktion mitmachen muss, obwohl er andere Vorstellungen hat. Dass das Mitleid mit ihm zerbröselt, dafür sorgt die Figur Ferdinand schon selbst, wofür Wallisch die Schablonen des Erwartenbaren durchbricht: Ganz wunderbar spielt er etwa die Empathielosigkeit gegenüber den Gefangenen und ein Kollateralschaden ist schnell weg geräumt, wenn er beim Sex zum Zug kommt. Als es am Ende um die Millionen geht, hat sich die Freundschaft zwischen Rolli und Ferdinand längst aufgehört.

Mit schrägem Humor kann der 1969 in Graz Geborene ganz viel anfangen. Vor „Höhenstraße“ hat Wallisch schon mehrfach mit Schalko gearbeitet. So war er beim legendären „Aufschneider“ (2010) ebenso dabei wie bei großartigen „Braunschlag“ (2012) und der polarisierenden ORF-Serie „Altes Geld“ (20.15).

Wallisch absolviert seine Schauspielausbildung an der Scuola Teatro Dimitri. Er spielt zwei Jahre lang am Wiener Burgtheater u. a. unter Einar Schleef sowie in freien Theatergruppen in Italien und Österreich. 2001 gründet er gemeinsam mit Christine Hartenthaler die tourende Theatergruppe "Muunkompanie", die Stücke auf einem Wagen spielte.

Sein Debüt als Kinoschauspieler gibt Wallisch 2004 mit einer Hauptrolle in Michael Glawoggers "Nacktschnecken" und er spielte auch 2009 bei dessen Fortsetzung, dem Kiffer-Roadmovie „Contact High“, mit.

Dem breiten Publikum ist Wallisch auch aus "Vier Frauen und ein Todesfall" bekannt, wo er in der Nebenrolle des Polizisten Andreas Paulmichl mitwirkte, aus dem Landkrimi „Steirerblut“ und vom österreichischen Kino-Hit „Der Blunzenkönig“.