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Brauchtum
16.04.2017

Die verrücktesten Osterbräuche der Welt

Von Hennen, Füchsen und Lämmern bis zu Hexen und Teufeln.

Wer in Italien zu den Osterfeiertagen nicht aufpasst, dem kann es leicht passieren, dass er von zwei roten Teufeln gefangen genommen und entführt wird. Hat das Opfer ausreichend Geld dabei, um seinen "Geiselnehmern" ein Gläschen Wein zu spendieren, braucht es keine Angst um seine Zukunft haben. Diese Tradition ist nur einer von vielen Osterkuriositäten.

epa04692854 Photographers take pictures of a dove shaped rocket at the Duomo Square during the traditional Scoppio del Carro (Explosion of the Cart) ceremony in Florence, Italy, 05 April 2015. Every year on Easter Sunday, a rocket shaped like a dove, the Colombina, darts forth from the Duomo, setting on fire the big cart on the square which is laden with firecrackers and fireworks. The deafening sound of the firecrackers spreads around the city a symbolic holy fire. The folk tradition, believed to bring a good harvest, dates back to the First Crusade. EPA/MAURIZIO DEGL' INNOCENTI © Bild: APA/EPA/MAURIZIO DEGL' INNOCENTI
Die Italiener dürften allgemein ziemlich "osterverrückt" sein. Denn beim "Lo scoppio del carro" wird beim Florentiner Gottesdienst auf der Piazzo Duomo eine Rakete in Form einer Taube an einem Stahlseil über den Platz auf einen Wagen geschossen. Entzündet der "Vogel" diesen nicht, steht der Stadt ein schlechtes Jahr bevor.

Wenn die Sonne Freudensprünge macht

Nach einem deutschen Aberglauben macht am Ostersonntag die Sonne beim Aufgehen drei Freudensprünge. Wer sich davon überzeugen möchte, der geht ans Meer oder besteigt einen Berg. Jedoch Vorsicht! Sieht der Abenteurer den Tanz der Sonnen nicht, gilt er als verhext.

Will man sich hingegen von der Existenz böser Zauberinnen überzeugen, so braucht man in Böhmen am Karfreitag nur Brot zu backen. Dort heißt es nämlich, dass der Duft Hexen anlockt und dies soll natürlich vermieden werden, weshalb es ein Verbot dafür gibt.

Keine Angst vor Trollen

Sicherer geht es hingegen in Island zu. Am Ostermontag brauchen die Menschen dort

keine Angst vor Trollen
und wilden Tieren haben. Dies behauptet zumindest der Volksmund. Ein absolutes "No-Go" ist es in Flandern, die Kirchenglocken beim Läuten zu beobachten. Ein steifer Hals wäre unweigerlich die Folge.

Vielfältig sind auch die Bräuche wenn es um den Eierlieferanten geht. Während sich bei uns größtenteils der Hase durchgesetzt hat, so macht ihm in Tirol die Osterhenne Konkurrenz, in Hannover bringt der Fuchs die Eier und in Schweden das Osterküken. Viel bunter waren die Traditionen im 16. Jahrhundert: Henne, Hahn, Fuchs, Vogel, Kranich, Storch, Kuckuck, Osterlamm oder gar die Osterglocken galten damals als Überbringer der bunten Geschenke.

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