Anti-Terror-Maßnahmen: Metalldetektoren im Kolosseum
Denkmalschützer befürchten lange Schlangen. Wir zeigen sieben Alternativen.
Rom bekommt die Auswirkungen der verschärften Anti-Terrormaßnahmen zu spüren. Touristen, die das Kolosseum besuchen wollen, müssen ab jetzt am Eingang Metalldetektoren passieren. Denkmalschützer befürchten jedoch, dass sich dadurch die Schlangen vor dem Amphitheater, dem Wahrzeichen Roms verlängern werden. Über sechs Millionen Menschen hatten 2014 das Kolosseum besucht.
Es muss nicht immer Rom sein
Nach den Anschlägen von Paris und wegen der Furcht vor weiteren Terrorakten wurde in Rom die Polizeipräsenz an Sehenswürdigkeiten und vor ausländischen Schulen verstärkt. Die Polizei in Rom stellte 500 Orte unter besondere Beobachtung. Dazu gehörten die Umgebung des Vatikan, das Forum Romanum, das Kapitol, das Pantheon und seine Umgebung, ferner die Synagoge und das jüdische Ghetto, aber auch die Deutsche Schule an der Via Aurelia Antica.
Die italienische Regierung hat am Dienstag die Maßnahmen im Kampf gegen den islamistischen Terrorismus ergriffen. Das Kämpfen im Ausland wird zum Verbrechen, bisher wurde lediglich das Rekrutieren von Terroristen geahndet. Außerdem soll jihadistische Propaganda im Internet aktiver bekämpft werden. Für die Polizei soll es einfacher werden, Webseiten zu blockieren, die Terroristen für Propaganda nutzen. Außerdem sollen mehr Soldaten für die Sicherheit der Städte eingesetzt werden. Die Zahl der 3000 Militärs, die zurzeit in den italienischen Städten im Einsatz sind, soll auf 4800 steigen.