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epa03734698 An undated handout photo by the National Security Agency (NSA) shows the NSA headquarters in Fort Meade, Maryland, USA. According to media reports, a secret intelligence program called 'Prism' run by the US Government's National Security Agency has been collecting data from millions of communication service subscribers through access to many of the top US Internet companies, including Google, Facebook, Apple and Verizon. Reports in the Washington Post and The Guardian state US intelligence services tapped directly in to the servers of these companies and five others to extract emails, voice calls, videos, photos and other information from their customers without the need for a warrant. EPA/NATIONAL SECURITY AGENCY / HANDO EDITORIAL USE ONLY © Bild: APA/NATIONAL SECURITY AGENCY / HANDO
Wien
05.09.2013

Giftküche für Wahlkampfgerüchte

Das Innenministerium ermittelt gegen Desinformationsagenten - auch im Zusammenhang mit dem NSA-Skandal.

Falsche Verfassungsschützer verunsichern derzeit die Medienszene. In mehreren Fällen gaben sich Unbekannte als Agenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) aus und lancierten politische Geschichten – das bestätigte das Innenministerium dem KURIER.

Es sind falsche Agenten, die aus der Giftküche für Wahlkampfgerüchte kommen. Zuerst wurden Unterlagen über angebliche Parteispenden an Zeitungsredaktionen verschickt. Zur Bekräftigung rief ein Unbekannter als angeblicher Abteilungsleiter des BVT die Journalisten an und behauptete, dass die Papiere authentisch seien. Der echte BVT-Abteilungsleiter konnte aber glaubhaft machen, dass er tatsächlich mit niemanden telefoniert hatte.

Der jüngste Coup gelang bei einem Nachrichtenmagazin mit der Enthüllung einer angeblichen NSA-Abhörzentrale in Wien-Pötzleinsdorf und der angeblichen Verwicklung österreichischer Politiker. Auch dieser BVT-Agent, der die haarsträubende Geschichte erzählte, war falsch. Vermutlich handelte es sich um die selbe Person, die sich schon früher beim BVT als Informant angedient hatte und im Gegenzug einen Posten im Aufsichtsrat der OMV forderte. Nachdem sein Ansinnen abgelehnt wurde, schwörte er Rache. Dieser Fall ist bereits gerichtsanhängig. Karlheinz Grundböck, Sprecher des Innenministeriums, bestätigte dem KURIER, dass in mehreren Fällen Ermittlungen wegen Amtsanmaßung laufen.