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Ursula Stenzel und ihr Nachfolger Markus Figl. © Bild: /ÖVP-Wien
Wien,I.
23.11.2015

Stenzel räumt am 22. Dezember das Feld

Der Nachfolger, Markus Figl von der ÖVP, hatte zuvor kritisiert, dass Stenzel keinen Termin fixieren wolle.

Ursula Stenzel nimmt demnächst endgültig Abschied von der Wiener Innenstadt: Die nicht wiedergewählte Bezirksvorsteherin, die diesmal für die FPÖ angetreten ist, will das Zepter am 22. Dezember an Nachfolger Markus Figl (ÖVP) übergeben. Dieser hatte in der Vorwoche moniert, dass Stenzel noch immer keinen Termin für die Amtsübergabe festgelegt habe.

Die konstituierende Sitzung der Bezirksvertretung wird zwei Tage vor Weihnachten, um 11.00 Uhr, im Alten Rathaus in der Wipplingerstraße stattfinden, teilte die Noch-Bezirkschefin am Montag via Aussendung mit. Damit finde der Akt in der zweiten Dezemberhälfte statt - wie in sieben anderen Bezirken auch, spielte sie offenbar auf Vorwürfe Figls an, Stenzel würde ihren Abtritt bewusst hinauszögern.

Der designierte Nachfolger hatte vergangene Woche kritisiert, dass sich die frühere ÖVP-Politikerin, die im Vorfeld des Urnengangs bei der FPÖ angedockt ist, weiter an die Macht im ersten Bezirk klammere und das Wahlergebnis nicht zur Kenntnis nehmen wolle. Deshalb beantragte die ÖVP mit Unterstützung der SPÖ eine Sondersitzung des Bezirksparlaments, um Stenzel binnen maximal vier Wochen zur Übergabe zu zwingen.

"Lasst Markus Figl und sein Team endlich arbeiten."

Schwarz und Rot trauen der scheidenden Vorsteherin trotz nun erfolgter Terminfixierung aber offenbar nicht zur Gänze und wollen auf Nummer sicher gehen: Man werde den Antrag vorerst nicht zurückziehen, sagte Figls Sprecher auf APA-Anfrage.

Der geschäftsführende Landesparteiobmann Gernot Blümel hatte letzte Woche noch in Anlehnung an einen alten SPÖ-Slogan gemeint: "Lasst Markus Figl und sein Team endlich arbeiten."