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Solo-Premiere im Pressefoyer: Vizekanzler  Mitterlehner © Bild: APA/ROLAND SCHLAGER
Regierungssitzung
16.09.2014

Mitterlehner: "Kein Versuch einer Alleinregierung"

Der Vizekanzler präsentierte sich lustvoll erstmals solo.

Erst seit Ende August Vizekanzler – und schon allein auf der Polit-Showbühne. Wegen Angina musste der Kanzler am Dienstag dem Ministerrat fern bleiben. Ein roter Ersatz wurde oder wollte nicht gefunden werden. Und so präsentierte sich der schwarze Bundesobmann in feinem dunkelblauen Anzug erstmals allein.

Kaum ist die Tür zum Pressefoyer ins Schloss gefallen, steht er schon am Rednerpult. Kein Koalitions-Zwilling zu seiner Linken. Kameras wie Blicke auf ihn gerichtet. Der passionierte Tarockierer gleichsam als politischer Gstieß (österreichischer Ausdruck für Sküs, die höchste Tarockkarte). Eine Rolle, die Reinhold Mitterlehner sichtlich gefällt. Die Unterlagen lässt er nonchalant auf das Pult fallen. Wie beiläufig adjustiert er sie und sich. Standbein. Spielbein. Die Krawatte sitzt perfekt – wie der erste Satz: "Das ist kein Versuch einer Alleinregierung." Die Lacher sind auf seiner Seite. Nun: Inhalte. Strenge Miene passend zum Ukraine-Konflikt und für die Fotografen. Dezent dozierende Gesten, um das Programm für die Regierungsklausur Ende September zu verkaufen. Dann wird um Fragen gebeten. Es sind nur zwei. Wegen der kargen Antworten ist Mitterlehners Premiere nach wenigen Minuten vorbei. Die Tür geht auf. Man gewinnt den Eindruck, der Vizekanzler wäre gern länger geblieben.