Impfkampagne: Der vierte Stich, diesmal auf die sanfte Tour

Ein Pflaster wird auf einen Oberarm geklebt.
Damit im Herbst keine Lücken entstehen, muss schleunigst eine neue Kampagne her. Aus welchen Fehler man gelernt haben sollte, erklärt Verhaltensökonom Spitzer.

Die Vorwarnung der Experten kam im Frühjahr – laut und deutlich: Um zu vermeiden, dass im Herbst Lücken in der Immunität der Bevölkerung entstehen, müsse spätestens Ende August eine Kampagne zur Auffrischungsimpfung starten. Der Schutz durch Genesung flaut ab, Impfzertifikate verfallen, manche doppelt Geimpfte haben sich den dritten Stich nie geholt (siehe Grafik unten).

Der vierte Stich ist derzeit nur für Menschen ab 65 Jahren und Risikogruppen empfohlen, prinzipiell aber für alle ab 12 Jahren möglich. Die Stadt Wien hat ihr Angebot für alle offensiv kommuniziert. Der Bund wartet noch auf die offizielle Empfehlung des Nationalen Impfgremiums, die demnächst kommen sollte, wie man hört.

Bloß: Wie motiviert man dann „alle“ zur Auffrischung? Ein zentrales Problem ist wohl, dass die Impfung gerade in der Omikron-Welle an Glaubwürdigkeit verloren hat. Viele haben sich trotz dreifacher Impfung angesteckt und sind erkrankt – selten mit schwerem Verlauf, aber dennoch. Diese Glaubwürdigkeit gilt es nun im Herbst wiederherzustellen.

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