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Michael Landau © Bild: APA/GEORG HOCHMUTH
Caritas
29.11.2013

Herzlicher Amtsantritt von Michael Landau

Der neue Caritas-Präsident nahm die Innenministerin in die Pflicht und betonte die Bedeutung des Sozialstaats.

Offizieller Amtsantritt von Michael Landau als neuer Caritas-Präsident: In einem Festakt in der Brunnenpassage am Freitag würdigte nicht nur er die Arbeit seines Vorgängers Franz Küberl, auch Innenministerin Johanna Mikl-Leitner lobte den "Unbequemen", wie er von mehreren Rednern bezeichnet wurde. Nachfolger Landau wandte sich mit mehreren Bitten an die Regierungsvertreterin.

APA15827184-2 - 29112013 - WIEN - ÖSTERREICH: ZU APA-TEXT II - Der neue Caritas-Präsident Michael Landau und der scheidende Präsident Franz Küberl (L.) während eines Festaktes im Rahmen der Amtsübergabe am Freitag 29. November 2013, in Wien. APA-FOTO: GEORG HOCHMUTH © Bild: APA/GEORG HOCHMUTH
"Es darf kein Sparpaket auf dem Rücken der Schwächsten geben", wiederholte Landau seine bereits einmal vorgebrachten Forderungen in Anwesenheit Mikl-Leitners. Diese umfassen etwa "mehr Rechtsstaatlichkeit" im Asylwesen - "auch ohne zu verkennen, was sich hier entwickelt hat". Allgemein wünschte sich der neue Caritas-Präsident, der von seinen Mitarbeitern eine Torte überreicht bekam, eine "Globalisierung der Solidarität". Österreich stehe auch in Krisenzeiten gut da, betonte Landau, "das ist der Verdienst eines funktionierenden Sozialstaats."

Schlüssel-Übergabe

APA15825876-2 - 29112013 - WIEN - ÖSTERREICH: ZU APA-TEXT II - (v.L.n.R.) - EU-Parlamentsvizepräsident Othmar Karas, der neue Caritas-Präsident Michael Landau, Innenministerin Johanna Mikl-Leitner und der scheidende Präsident Franz Küberl während eines Festaktes im Rahmen der Amtsübergabe am Freitag 29. November 2013, in Wien. APA-FOTO: GEORG HOCHMUTH © Bild: APA/GEORG HOCHMUTH
Vorgänger Küberl hatte Landau zuvor den Generalschlüssel für die Caritas-Zentrale überreicht. In seiner emotionalen Rede erinnerte er sich an das Leid, das er in seiner Amtszeit gesehen hatte. "Ich weiß, dass ich für die vorderen Reihen nicht immer angenehm war", wandte auch er sich an die anwesenden Politiker. Nie sei es allerdings darum gegangen, Menschen zu verletzen, sondern Missstände zu bekämpfen. Und an Mikl-Leitner: "Ich bin in diesen 18 Jahren einer Menge an Innenministern begegnet, hätte mir aber nie gedacht, dass eine Innenministerin so freundliche Worte findet."

Viel Lob zum Abgang

Diese hatte Küberl zuvor Rosen nachgestreut. So habe man zwar "das eine oder andere Mal" unterschiedliche Standpunkte vertreten, dennoch sei der Umgang immer von Wertschätzung und gegenseitigem Respekt geprägt, Küberl ein "ganz, ganz wichtiger Partner" gewesen. "Die Caritas ist zweifelsohne ein Flaggschiff, oft auch ein Rettungsboot für viele Menschen", würdigte auch Mikl-Leitner auch das Engagement der katholischen Hilfsorganisation im Allgemeinen. Für den Steirer Küberl gab es von ihr das Buch "Erlebniswanderungen in der Steiermark".

Mahnende wie hoffnungsvolle Worte gab es von "Caritas-Bischof" Manfred Scheuer, der vor der "Globalisierung der Gleichgültigkeit" warnte. Bei der Amtsübergabe anwesend waren auch Küberls Vorgänger Helmut Schüller, Nuntius Peter Stephan Zurbriggen, der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft, Fuat Sanac, der Zweite Nationalratspräsident Karlheinz Kopf (ÖVP), Grünen-Chefin Eva Glawischnig sowie Vertreter der Sozialpartner.

Landau im Porträt: