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Politik/Inland
08.10.2020

Eurofighter: Indonesien interessiert

Verteidigungsministerium hat wieder Post aus Jakarta bekommen

Zu Beginn klang es wie eine Ente; wie eines der vielen Gerüchte, die bisweilen in den Gängen des Verteidigungsministeriums erzählt werden: Indonesien wolle die 15 österreichischen Eurofighter kaufen, es existiere bereits ein entsprechendes Schreiben, so hieß es.

Mittlerweile hat der Generalstab den erwähnten Brief aus Jakarta geprüft und für authentisch befunden. Und nachdem Wien geantwortet hat, ist nun ein weiteres Schreiben des indonesischen Verteidigungsministeriums in Wien angekommen. In diesem, dem KURIER vorliegenden Brief vom 6. Oktober (Dokumenten-Nr. 221/M/X/2020) bedankt sich Prabowo Subianto, seines Zeichens Schwiegersohn des langjährigen Präsidenten Suharto und derzeit Verteidigungsminister von Indonesien, bei Verteidigungsministerin Tanner dafür, dass sie den Verkauf ernsthaft in Erwägung zieht.

Schreiben des indonesischen Verteidigungsministeriums

© Bild: KuRIER

Angebot

Subianto stellt Österreich ein „Proposal“, also einen Vorschlag bzw. ein Kaufanbot in Aussicht. Dafür müssten aber weitere Gespräche mit Österreich stattfinden; seine Mitarbeiter würden sich „sofort“ an die Arbeit machen.

Bereits Anfang September hat Klaudia Tanner erklärt, dass der Verkauf der Jets ihr vorrangiges Ziel sei. Rein formal wäre der Verkauf der 15 Flugzeuge an Indonesien ein forderndes Projekt. Denn abgesehen davon, dass Wien und Jakarta erst Prozedere und Preis definieren müssten, ist vertraglich fixiert, dass alle vier Hersteller-Länder – also Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien – sowie auch die USA einem Verkauf der österreichischen Eurofighter zustimmen müssten.Christian Böhmer

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