Haberzettl legt Gewerkschaftsämter zurück
Der SPÖ-Politiker bleibt im Nationalrat. Er tritt Anfang 2012 einen neuen Job als Chef einer Wohnbau-Genossenschaft an.
Er bleibt Politiker, aber er wird kein Gewerkschafter mehr sein: Wilhelm Haberzettl bestätigte am Samstag einen entsprechenden Bericht von derstandard.at. Haberzettl (SPÖ) war bisher der oberste Eisenbahn-Gewerkschafter, der 56-Jährige wird nun sämtliche Gewerkschaftsfunktionen zurücklegen - darunter die Ämter als ÖBB-Konzern-Betriebsrats-Vorsitzender und als Vize-Chef der Dienstleistergewerkschaft vida. Sein Mandat als Nationalratsabgeordneter der SPÖ werde er aber weiter ausüben, sagte ein Sprecher. Anfang 2012 wird Haberzettl seine neue Tätigkeit als Geschäftsführer der "Gemeinnützigen allgemeinen Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft" (BWS) antreten. Als Motiv für die berufliche Veränderung führt Haberzettl "persönliche Gründe" an. Es sei an der Zeit, "jüngeren Talenten Platz zu machen", hieß es in einer Aussendung: "Ein gereifter Funktionär sollte auch die Kraft und den Mut besitzen, loslassen zu können."
Abschied
Dass Meinungsverschiedenheiten mit der SPÖ-Spitze der Grund für seinen Rückzug seien, bezeichnete Haberzettl gegenüber der Austria Presse Agentur als "an den Haaren herbeigezogen". Die ÖBB kommentierten den Rückzug nur knapp: Man bedauere den Abgang, es handle sich um eine persönliche Entscheidung, die zu respektieren sei.