freizeit.at kurier.at events.at motor.at futurezone.at film.at k.at kurier.tv profil.at lust-auf-oesterreich.at phase6 Lernhaus BAZAR IMMMO Partnersuche Spiele
A sign with a DEA badge marks the entrance to the U.S. Drug Enforcement Administration (DEA) Museum in Arlington, Virginia, August 8, 2013. A secretive U.S. Drug Enforcement Administration unit is funneling information from intelligence intercepts, wiretaps, informants and a massive database of telephone records to authorities across the nation to help them launch criminal investigations of Americans. REUTERS/Jonathan Ernst (UNITED STATES - Tags: POLITICS DRUGS SOCIETY CRIME LAW) © Bild: Reuters/JONATHAN ERNST
Telefondaten
02.09.2013

Drogenbehörde "spioniert" mehr als NSA

Die DEA hat laut New York Times Zugang zu einer gigantischen Datenbank des Telefonanbieters AT&T.

US-Drogenfahnder haben laut einem Zeitungsbericht seit Jahren noch mehr Telefondaten von US-Amerikanern ausgewertet als der Geheimdienst NSA. Wie die New York Times am Montag berichtete, hätten die staatlichen Fahnder im Rahmen eines Drogenbekämpfungsprogramms seit mindestens sechs Jahren Zugang zu einer gigantischen Datenbank des Telefonanbieters AT&T.

Daten aus 1987

Dadurch könnten sie auf eine ausgiebige Sammlung von Telefondaten seit dem Jahr 1987 zugreifen - auch wenn diese nicht von AT&T-Kunden geführt, sondern nur über das Netz des Konzerns durchgeleitet worden seien. Die nach US-Recht legale Zusammenarbeit der Behörden mit dem Telefongiganten im Rahmen des sogenannten "Hemisphere"-Projekts lasse sich die Regierung etwas kosten: Sie zahle AT&T dafür, dass der Konzern zahlreichen Büros der Behörde (DEA) Fachkräfte zur Verfügung stelle. Die Daten im "Hemisphere"-Projekt beinhalteten auch den Aufenthaltsort von Anrufern, hieß es.

Ein DEA-Sprecher rechtfertigte das Programm in der New York Times. Die Auswertung von Telefondaten sei eine "Brot- und Butter-Taktik" für die Fahnder. Sie helfe, Kriminellen auf die Spur zu kommen, die häufig ihr Mobiltelefon wechseln. Ein Firmensprecher von AT&T sagte der Zeitung, der Konzern müsse wie andere Firmen auch auf zulässige Anordnungen der Strafverfolgung reagieren.