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A worker pastes up a poster of top candidate of the Social Democratic Party (SPD) Peer Steinbrueck who will run in the upcoming German general elections in Berlin, September 6, 2013. Angela Merkel, dropping her trademark modesty as the election looms, urged Germans this week to re-elect what she repeatedly called her "clever" government which she promised would shield their businesses and jobs from tax hikes by the centre left. German voters will take to the polls in a general election on September 22. REUTERS/Thomas Peter (GERMANY - Tags: ELECTIONS POLITICS) © Bild: Reuters/THOMAS PETER
SPD-Kanzlerkandidat
07.09.2013

Steinbrück zeigt Erpresser an

Ein Unbekannter warf Steinbrück vor, seine Familie habe eine Putzfrau schwarz beschäftigt.

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hatte nach vielen Sprüngen in Fettnäpfe zuletzt im TV-Kanzlerduell mit Angela Merkel zumindest einen Achtungserfolg einfahren können. Doch schon hat er wieder Ärger – diesmal von gänzlich unerwarteter Seite. Ein Unbekannter hatte der Familie Steinbrücks mit der Enthüllung über eine angeblich vor 14 Jahren illegal beschäftigte Putzfrau erpresst. Bis 10. September, so der Erpresser, müsse Steinbrück seine Kandidatur zurückziehen. Das berichtete die Bild-Zeitung am Samstag.

Steinbrück reagierte empört und teilte mit, er habe Anzeige erstattet. Was er bisher im Wahlkampf erlebt habe, gehe weit über das hinaus, was akzeptabel sei, erzählte er bei einem Wahlkampfauftritt in Erfurt. „Dass dazu ein Erpressungsversuch gehört, ist jenseits meiner Vorstellungskraft gewesen.“

SPD-Chef Sigmar Gabriel sprach von einer „Schmutzkampagne“. Dies sei „ bisher der absolute Tiefpunkt in diesem Wahlkampf“, sagte Gabriel der Bild am Sonntag. „Eine 14 Jahre alte Geschichte, mit der Peer Steinbrück nichts zu tun hatte, 14 Tage vor der Wahl hoch zu ziehen, ist wirklich schmutziger Wahlkampf.“ Er hoffe sehr, dass die Verantwortlichen für diese Schmutzkampagne dingfest gemacht und vor Gericht gestellt würden.

Dem Zeitungsbericht zufolge arbeitete die Putzfrau eigentlich für Steinbrücks Schwiegermutter und war nur übergangsmäßig von Steinbrücks Frau engagiert und bezahlt worden. Eine Anstellung habe die Putzfrau aus schwierigen privaten Gründen abgelehnt.

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