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Trauer in Büssel © Bild: REUTERS/FRANCOIS LENOIR
Brüssel-Anschläge
27.03.2016

Polizei überlastet: Brüssel sagt Gedenkmarsch ab

Innenminister und Brüsseler Bürgermeister appellierten an Bürger, nicht zusammenzukommen.

Ein für Sonntag geplanter Gedenkmarsch in Brüssel für die Opfer der Terroranschläge ist abgesagt worden. Innenminister Jan Jambon und der Brüsseler Bürgermeister Yvan Mayeur appellierten am Samstag wegen Überlastung der Polizei an die Bürger, nicht zusammenzukommen. Organisatoren schlossen sich der Forderung an.

"Die Sicherheit der Bürger ist eine unbedingte Priorität (...). Wir bitten daher unsererseits die Bürger, an diesem Sonntag nicht nach Brüssel zu kommen", teilte einer der Organisatoren mit. Er äußerte sich zwar im Namen der Organisatoren. Allerdings steckt hinter dem Marsch eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Initiativen.

Jambon und Mayeur hatten zuvor erklärt, die Polizeikräfte würden für die noch laufenden Fahndungen benötigt. "Wir teilen natürlich die Gefühle der Bevölkerung. Aber wir wollen, dass die Demonstrationen um einige Wochen verschoben werden", teilten sie laut Nachrichtenagentur Belga mit.

Mit dem "Marsch gegen die Angst", einer Schweigeminute und Ansprachen von Opfern, wollten mehrere Tausend Menschen, die sich auf Facebook angemeldet hatten, der Anschläge gedenken. Ausgangspunkt sollte der Börsenplatz in der Innenstadt sein, wie verschiedene Organisatoren mitteilten. Der Börsenplatz war nach den Anschlägen zum zentralen Ort der Trauer geworden.

Vermisstes US-Paar ist tot

Unterdessen wurde bekannt, dass ein seit den Anschlägen von Brüssel vermisstes Paar aus den USA getötet worden ist. "Wir haben erfahren, dass (die beiden, Anm.) bei dem Anschlag am Brüsseler Flughafen starben", teilte der Arbeitgeber des Mannes am Samstag mit. In einem Auftritt beim Kurzbotschaftendienst Twitter, den US-Medien dem Bruder des Manns zuordneten, wurde dies bestätigt.

"Wir haben erfahren, dass Feiglinge meinem Bruder wenige Wochen nach seinem 30. Geburtstag das Leben genommen haben", schrieb der Mann dort. "Es war ein Segen, dass er mein großer Bruder war - er war klug, freundlich und großzügig", hieß es weiter. "Die Welt hat zwei fantastische Menschen verloren."

Das Paar habe seit dem Jahr 2014 in Brüssel gelebt, teilte der Arbeitgeber mit. Die Regierung in Washington hatte am Freitag bestätigt, dass zwei US-Bürger getötet worden seien und mehrere weitere vermisst würden.