Peru: 18 Monate U-Haft für Ex-Präsident und Frau
Staatsanwaltschaft wirft Ollanta Humala und seiner Frau Annahme von illegalen Wahlkampfgeldern vor.
Auf Antrag der peruanischen Staatsanwaltschaft hat ein Gericht in Lima am Donnerstag 18 Monate Untersuchungshaft für Ex-Präsident Ollanta Humala und seine Frau Nadine Heredia wegen Geldwäsche angeordnet. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Paar vor, während der Präsidentschaftskampagne 2011 drei Millionen Dollar von dem brasilianischen Baukonzern Odebrecht erhalten zu haben.
Ex-Konzernchef Odebrecht verurteilt
Korruptionsskandal erschüttert Lateinamerika
Der weitverzweigte Korruptionsskandal um den brasilianischen Bauriesen erschüttert derzeit ganz Lateinamerika. Die Ermittlungen gegen Odebrecht begannen 2014 und förderten nach und nach ein ausgeklügeltes System zur Zahlung von Schmiergeldern an Politiker, Parteien, Staatsbeamte und Manager zutage.
Das Unternehmen gab zu, in zwölf Ländern illegale Zahlungen in Höhe von 788 Millionen Dollar geleistet zu haben, um sich öffentliche Aufträge zu sichern. In Peru sollen es 29 Millionen Dollar gewesen sein.