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Italien
22.12.2013

Papst warnt vor krisenbedingter Gewalt

Der Pontifex ist besorgt um arme Familien und warnt vor Ausschreitungen in Italien.

Der Papst hat beim Angelusgebet am Sonntag vor gewaltsamen Protesten gegen die Krise gewarnt. Vor hunderten auf dem Petersplatz versammelten Aktivisten der sogenannten „Mistgabelbewegung“, die in den vergangenen Tagen in ganz Italien Proteste gegen die Regierung und den Steuerdruck veranstaltet haben, betonte der Papst, dass man unter allen Umständen den Weg des Dialogs suchen müsse.

„Ich hoffe, dass die Demonstranten ihren konstruktiven Beitrag leisten und der Versuchung von gewaltsamen Auseinandersetzungen widerstehen werden“, erklärte der Papst. Dabei müssten jedoch die Menschenrechte stets im Auge behalten werden.

Der Papst rief die Regierung zu mehr Einsatz für einkommensschwache Familien auf. Jede Familie habe Recht auf eine Wohnung, mahnte der Heilige Vater. „Die Armen können nicht warten“, erklärte der Papst. Wegen der starken Präsenz von Aktivisten der Bewegung wurden die Sicherheitsvorkehrungen auf dem Petersplatz verschärft.

Tausende Anhänger der sogenannten "Mistgabelbewegung“ hatten sich am Mittwoch in Rom versammelt und den Rücktritt des Kabinetts Letta verlangt. Mitglieder der Bewegung, die sich aus Lkw-Fahrern, Studenten, Bauern und Arbeitslosen zusammensetzt, versammelten sich auf der zentralen Piazza del Popolo.

Die Regierung in Rom befürchtet, dass sich zu den "Mistgabel-Gruppen" auch gewaltbereite Linksautonome und rechtsextremistische Gruppen gesellen könnten. Wer letztlich die Führung hat, ist unklar. Der Protest, der laut den Organisatoren unpolitisch ist, wird jedoch de facto von mehreren extremistischen Gruppen unterstützt.