09.06.2013
Nord- und Südkorea vereinbaren Gespräche
Am Sonntag einigte man sich auf die ersten Gespräche auf Regierungsebene seit 2007.
Nord- und Südkorea haben sich nach einem Medienbericht auf die ersten Gespräche auf Regierungsebene seit 2007 geeinigt. Darauf hätten sich beide Seiten am Montag (Ortszeit) nach 18-stündigen Beratungen auf Arbeitsebene im Grenzort Panmunjom verständigt, meldete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap.
Demnach könnte das Treffen bereits Mitte der Woche stattfinden. Konkret soll es unter anderem um die Zukunft der Sonderwirtschaftszone Kaesong gehen. Nordkorea hatte Kaesong im Zuge der jüngsten Spannungen geschlossen. In dem grenznahen Industriekomplex sind seit dem Jahr 2004 mehr als 120 südkoreanische Firmen angesiedelt. Sie ist eine wichtige Devisen-Einnahmequelle für den verarmten Norden.
Zudem ist Pjöngjang daran interessiert, wieder südkoreanische Touristen ins Kumgang-Gebirge zu bringen. Südkoreaner hatten das auch als Diamantgebirge bekannte Ziel gemieden, seit dort Mitte 2008 ein südkoreanischer Tourist von einem nordkoreanischen Soldaten erschossen worden war. Die gleichnamige Sonderwirtschaftszone Kumgangsan ist ebenfalls eine wichtige Devisenquelle für Nordkorea.