freizeit.at kurier.at events.at motor.at futurezone.at film.at k.at kurier.tv profil.at lust-auf-oesterreich.at phase6 Lernhaus BAZAR IMMMO Partnersuche Spiele
"Tornado"-Aufklärungsjet (Archivbild) © Bild: APA/EPA/KAY NIETFELD
Kampf gegen IS
29.11.2015

Kampf gegen IS: Berlin will 1.200 Soldaten nach Syrien schicken

Die Mission wird der größte aktuelle Auslandseinsatz der deutschen Bundeswehr. 3600 IS-Exekutionen seit Juni 2014.

Die Bundeswehr-Führung will deutlich mehr als 1.000 Soldaten bei der von der deutschen Regierung angekündigten Syrien-Mission einsetzen. "Aus militärischer Sicht wird die für den Betrieb der Flugzeuge und Schiffe notwendige Zahl voraussichtlich bei etwa 1.200 Soldatinnen und Soldaten liegen", kündigte Generalinspekteur Volker Wieker in der Zeitung Bild am Sonntag an.

Damit wird die Mission der größte aktuelle Auslandseinsatz der deutschen Bundeswehr. Nach der Grundsatzentscheidung für eine Beteiligung an der Militäroperation vom Donnerstag arbeitet das deutsche Verteidigungsministerium an den Details. Am Dienstag will das Kabinett entscheiden, und auch die Beratungen im Bundestag sollen nicht lange dauern. Der Einsatzbeginn könne "sehr rasch nach Mandatierung erfolgen", sagte Wieker. Die deutsche Regierung strebe ein Mandat noch in diesem Jahr an.

File photo of a German soldier walking on a Tornado fighter jet before a reconnaissance flight from the German camp in Mazar-e-Sharif August 28, 2009. Germany will deploy Tornado reconnaissance jets to support France in the fight against Islamic State militants in Syria, a senior lawmaker for Chancellor Angela Merkel's conservatives confirmed on November 26, 2015. REUTERS/Ruben Sprich/Files © Bild: REUTERS/RUBEN SPRICH
Konkret will Deutschland mit "Tornado"-Aufklärungsjets und einem Kriegsschiff in den Kampf gegen die Terrormiliz " Islamischer Staat" (IS) eingreifen. Zudem sollen ein Tankflugzeug und Satellitenaufklärung zur Verfügung gestellt werden. Knapp zwei Wochen nach denAnschlägen von Parishatte die deutsche Regierung beschlossen, einer entsprechenden Bitte des französischen Präsidenten Francois Hollande nachzukommen.

53 mit dem Tod bestraft

Wie die in Großbritannien ansässige syrische "Beobachtungsstelle für Menschenrechte" unterdessen mitteile, hat der "Islamischer Staat" seit Ende Oktober mindestens 53 Menschen in Syrien mit dem Tode bestraft, unter ihnen 35 Zivilisten. Den Opfern sei Homosexualität, Spionage, Hexerei, Ehebruch oder Abtrünnigkeit vom islamischen Glauben vorgeworfen worden.

Sie seien seit dem 29. Oktober in den vom IS kontrollierten Gebieten erschossen, enthauptet, gesteinigt, lebendig verbrannt oder von Hochhäusern in die Tiefe gestoßen worden. Die Menschenrechtler, die ihre Informationen von einem syrischen Aktivisten-Netzwerk beziehen, fügten hinzu, dass die Gesamtzahl solcher IS-Exekutionen seit Juni 2014 damit bei fast 3.600 liege.