Sarkozy plant 2017 Comeback
Die frühere Premiere dame, Bernadette Chirac, verplauderte sich im Radio.
Die Spekulationen sind nicht neu - Nicolas Sakozy war zu gerne an der Macht, als dass er die Politik einfach für immer aufgeben könnte. Und nun verplapperte sich eine enge Vertraute. Die frühere Premiere Dame, Bernadette Chirac, gab zu, dass der einstige konservative Staatschef 2017 nochmal antreten will - und das mitten in der großen politischen Krise seines Widersachers Francois Hollandes. Das berichtet der Guardian.
In einem Interview mit dem Radiosender Europe 1 wurde Chirac gefragt, ob "Sarko" bei der nächsten Präsidentschaftswahl in Frankreich kandidieren wird. "Ich hoffe", schmunzelte die 81-Jährige. Die Frage, ob sie Insider-Informationen habe, wehrte sie noch kryptisch ab: "Ah, ich darf das nicht sagen". Schließlich knickt sie aber ein und gab zu, dass Sarkozy plant, 2017 wieder anzutreten. "Dafür wird er mir die Leviten lesen". Bernadette, deren Ehemann Jacques Chirac von 1995 bis 2007 Präsident war, machte keinen Hehl aus ihrer Unterstützung für Sarkozy.
Dieser hat bisher - zumindest öffentlich - dazu geschwiegen. Aber er hat sich anderweitig wieder gemeldet: Er reaktivierte etwa seinen Account bei Instagram und postete erstmals wieder seit seinem Wahlverlust 2012.
Hollande in der Krise
Die gemunkelte Ankündigung kommt zu einem günstigen Zeitpunkt für Sarkozy: Sein politischer Gegner Hollande weilt im Umfragetief und kommt derzeit nur im Zusammenhang mit nicht-politischen Geschichten in die Schlagzeilen. Seine Liaison mit der Schauspielerin Julie Gayet mag in Frankreich nichts besonderes sein, sein Umgang mit der Affäre ist aber ungeschickt. Zudem macht sich die Grande Nation öffentliche Sorgen um Hollandes Lebensgefährtin Valerie Trierweiler, die sich nach Publikwerden der Romanze zehn Tage in einem Krankenhaus von dem Schock erholte.
Im Interview sagte Bernadette Chirac auch, dass sie Trierweiler einen Brief geschrieben habe, in dem sie ihr Mitgefühl zum Ausdruck brachte. "Ich glaube, sie ist sehr traurig, aber das ist klar, bei den Nachrichten, die wir bekommen".