EU-Wahl: Lunacek ist die grüne Frontfrau
Der Burgenländer Michel Reimon dürfte auch nach Brüssel wechseln, Madeleine Petrovic chancenlos.
Die Entscheidung um Platz eins war keine Überraschung: Ulrike Lunacek wurde gestern beim Bundeskongress der Grünen in Salzburg, wie erwartet, zur Spitzenkandidatin für die EU-Wahl im Mai 2014 gekürt. Knapp 82 Prozent der Delegierten votierten für die 56-jährige Europa-Abgeordnete und Vize-Präsidentin der Grünen im EU-Parlament.
2004 hatte sich die diplomierte Dolmetscherin mit knapp 55 Prozent zufrieden geben müssen. Damals hatte die gebürtige Niederösterreicherin mit dem streitbaren Johannes Voggenhuber freilich einen harten Gegner. Gestern blieb Konkurrent Erwin Mayer, ein Gemeinderat aus Wolkersdorf, hingegen chancenlos. In ihrer Rede wetterte Lunacek gegen „müde Regierungschefs“, Neoliberale“, „Marktfetischisten“ – und schwärmte von einer solidarischen, demokratischen und ökologischen EU.
Reimon folgt
Wahlziel der Grünen ist es, stärker als bei der Nationalratswahl (12,4 Prozent) zu werden – und ein drittes Mandat zu schaffen. Zwischen 13,5 und 14,5 Prozent wären dafür nötig. Bei der EU-Wahl 2009 hatten die Grünen nach dem Zwist um Johannes Voggenhuber nur 9,9 Prozent erreicht.