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"Ich freue mich auf einen tollen, erfolgreichen Wahlkampf", sagt Lunacek. © Bild: Reuters/JORGE CABRERA
Kandidaten-liste
01.12.2013

EU-Wahl: Lunacek ist die grüne Frontfrau

Der Burgenländer Michel Reimon dürfte auch nach Brüssel wechseln, Madeleine Petrovic chancenlos.

Die Entscheidung um Platz eins war keine Überraschung: Ulrike Lunacek wurde gestern beim Bundeskongress der Grünen in Salzburg, wie erwartet, zur Spitzenkandidatin für die EU-Wahl im Mai 2014 gekürt. Knapp 82 Prozent der Delegierten votierten für die 56-jährige Europa-Abgeordnete und Vize-Präsidentin der Grünen im EU-Parlament.

2004 hatte sich die diplomierte Dolmetscherin mit knapp 55 Prozent zufrieden geben müssen. Damals hatte die gebürtige Niederösterreicherin mit dem streitbaren Johannes Voggenhuber freilich einen harten Gegner. Gestern blieb Konkurrent Erwin Mayer, ein Gemeinderat aus Wolkersdorf, hingegen chancenlos. In ihrer Rede wetterte Lunacek gegen „müde Regierungschefs“, Neoliberale“, „Marktfetischisten“ – und schwärmte von einer solidarischen, demokratischen und ökologischen EU.

Reimon folgt

APA15854976-2 - 01122013 - SALZBURG - ÖSTERREICH: ZU APA 089 II - Ulrike Lunacek, Michael Reimon und die Grüne Bundessprecherin Eva Glawischnig (R.) während des Bundeskongresses der Grünen am Sonntag, 1. Dezember 2013, in Salzburg. Lunacek wird Österreichs Grüne als Spitzenkandidatin in die EU-Wahl 2014 führen. Beim Bundeskongress wurde sie mit 81,6 Prozent der Delegiertenstimmen auf Listenplatz eins gewählt. APA-FOTO: FRANZ NEUMAYR © Bild: APA/FRANZ NEUMAYR
Den zweiten Platz auf der Liste sicherte sich der burgenländische Landtagsabgeordnete und Netzaktivist Michel Reimon (42). Platz drei belegte die Wiener Gemeinderätin Monika Vana. Die langjährige Grün-Politikerin Madeleine Petrovic rangiert nur an fünfter Stelle.

Wahlziel der Grünen ist es, stärker als bei der Nationalratswahl (12,4 Prozent) zu werden – und ein drittes Mandat zu schaffen. Zwischen 13,5 und 14,5 Prozent wären dafür nötig. Bei der EU-Wahl 2009 hatten die Grünen nach dem Zwist um Johannes Voggenhuber nur 9,9 Prozent erreicht.