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                            © Bild: dpa-Zentralbild/Jens Büttner
Verkehr
03.11.2013

Deutschland plant Maut nach Vorbild Österreichs

Die deutsche Vignette soll laut einem Bericht 100 Euro kosten und darf mit der Kfz-Steuer gegenverrechnet werden.

Das deutsche Verkehrsministerium prüft einem Medienbericht zufolge die Einführung einer Maut-Vignette nach österreichischem Vorbild und mit Öko-Rabatt für schadstoffarme Autos. Deutsche und ausländische Pkw-Fahrer müssten künftig eine Vignette erwerben, die für ein ganzes Jahr 100 Euro kosten dürfte, berichtete die Zeitung Bild am Sonntag im Voraus. Für einige Tage oder Wochen der Benutzung etwa im Urlaub würde die Autobahngebühr für Ausländer entsprechend geringer ausfallen.

Die deutschen Autofahrer sollen demnach die Kosten der Vignette aber gegen die Kfz-Steuer verrechnen dürfen. Eine Lösung hätten die Planer von Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) auch für diejenigen, deren Kfz-Steuer unter 100 Euro liege, weil sie ein besonders schadstoffarmes Auto mit kleinem Motor hätten: Sie sollten bei der Vignette einen Öko-Rabatt bekommen, der sicherstelle, dass sie nicht teurer als die Kfz-Steuer ausfalle.

Die Maut war schon im vergangenen deutschen Wahlkampf ein dominantes Thema: Das CSU-regierte Bayern machte eine Vignette nur für Ausländer zur Bedingung für eine Koalition in Berlin. Kürzlich erhielt Ministerpräsident Horst Seehofer dabei Rückenwind aus Brüssel: Die EU-Kommission erlaubte prinzipiell das Modell einer Vignette für alle, die deutschen Autobesitzern rückerstattet werden kann.