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© Bild: /Magdalena Vachova
China
20.08.2014

Reiche Chinesen leben lieber im Westen

Auswanderung.Haben sie einmal ihre Millionen daheim verdient, sind viele Chinesen auf und davon.

Ist es die ständig schlimmere Umweltverschmutzung zu Hause, die viel zu hohen Preise für Luxusmarken wie Prada und Gucci oder doch der Traum, eines Tages wirklich westlichen Lebensstil genießen zu können? Millionen von Chinesen kehren ihrer Heimat endgültig den Rücken. Und es sind vor allem jene, die der Wirtschaftsboom der letzten Jahre und Jahrzehnte wirklich reich gemacht hat, die sich jetzt im Westen nach einem neuen Lebensmittelpunkt umschauen. Etwa zehn Millionen Chinesen sind im Vorjahr in den Westen ausgewandert. Bevorzugtes Ziel sind die USA. Besonders begehrt ist dort ein sogenanntes EB-5-Visum, das Ausländern den dauerhaften Aufenthalt erlaubt. Voraussetzung ist, dass diese mindestens 500.000 Dollar in den USA investiert und außerdem zehn US-Bürgern auf diese Weise zu einem Job verholfen haben. Die renommierte US-Tageszeitung Wall Street Journal schreibt bereits von einem Massenexodus.

Nicht nur die USA, auch Kanada ist ein beliebtes Ziel für chinesische Auswanderer. So beliebt, dass die dortigen Behörden die Ausgabe von Visa für Investoren einstellen mussten. Es gab einfach zu viele Chinesen, die sich durch ihr Geld bereits das Recht auf dauerhaften Aufenthalt erworben hatten.

Auch in Europa bemühen sich inzwischen mehrere Staaten um die betuchten Neuzugänge. So lockt etwa Portugal mit einem ähnlichen Programm wie die USA, und auch Großbritannien ist bei der Vergabe von Aufenthaltsgenehmigungen ausgesprochen großzügig.

Das gilt auch für Studenten, die zweitgrößte Gruppe von Auswanderern unter den Chinesen. Selbst die Tochter von Staatspräsident Xi Jinping studiert in Harvard.