freizeit.at kurier.at events.at motor.at futurezone.at film.at k.at kurier.tv profil.at lust-auf-oesterreich.at phase6 Lernhaus BAZAR IMMMO Partnersuche Spiele
© Bild: kba
Politik
05.12.2011

Abtreten, Herr Minister!

Darabos sollte die Konsequenz aus seiner Niederlage gegen Entacher ziehen.

Man stelle sich vor, ein Unternehmen ist monatelang in den Schlagzeilen - nicht wegen seiner Leistungen, sondern weil der Chef mit einem seiner Untergebenen streitet. Imagefördernd ist das nicht. So auch nicht für einen Verteidigungsminister, der seit einem dreiviertel Jahr mit seinem General hadert. Am 24. Jänner setzte Norbert Darabos Edmund Entacher ab, weil ihn dieser öffentlich kritisiert hatte.

Es ist das Recht eines Vorgesetzten, sich von einem Mitarbeiter zu trennen, an dessen Loyalität er zweifelt. So wie das Darabos gemacht hat, macht man es aber nicht; das war Management by Chaos. Er berief Entacher mündlich ab, den schriftlichen Bescheid reichte er Wochen später nach. Der geschasste General nutzte die Zeit, fuhr juristische Geschütze auf. Jetzt hat er gesiegt. Entachers Abberufung sei nicht rechtens gewesen, hat die Berufungskommission festgestellt. Das bedeutet: Ab sofort ist Entacher wieder General, sitzt Tür an Tür mit einem Ressort-Oberen, der ihm misstraut. Eine wunderbare Arbeitsbasis. Gerade ein Heeresminister hätte wissen müssen: In eine Schlacht zieht man nur dann, wenn man sie gewinnen kann. Nach dieser Niederlage sollte er wissen, was er zu tun hat: abtreten.