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Das Ohrwaschl - Bestie Mensch © Bild: Stephan BoroviczenyFotografieWien/ViennaAustriacall: +43 6801314644
über die Berufsheer-Kampagne
26.11.2012

A b'soffene G'schicht

Berufsheer: Wo Argumente nicht genug vernebeln, hilft ja vielleicht benebeln.

Wer sich eine Suppe einbrockt, muss sie auch auslöffeln

Andreas Schwarz | über die Berufsheer-Kampagne

Wer sich eine Suppe einbrockt, muss sie auch auslöffeln. Und die Geschichte dazu geht so:

Es war Wiens Bürgermeister, der einst den „in Stein gemeißelten“ Wehrpflicht-Kurs seiner Partei kippte und sich mit der Ankündigung einer Volksbefragung über ein Berufsheer noch einmal die Absolute sichern wollte (und kolossal scheiterte). Jetzt, vor dem Volksvotum, liegt trotz drolliger Kampagne der Kronen Zeitung auch die Mehrheit für eine Berufsarmee in weiter Ferne – da hilft nicht einmal ein ÖSV-Präsident, der auf den Sportseiten für Berufssoldaten wirbt (und Wehrdiener seine Pisten präparieren lässt). Also rückt in letzter Not der Schöpflöffel mit Hochprozentigem aus: Die Wiener SPÖ schickt ein Punsch-O-Mobil los (siehe hier), das mit pickertem Zeugs fürs Berufsheer mobilisieren soll.

Das ist genial. Der Wiener ist eh ganz narrisch auf Punsch. Wo Propaganda nicht genug vernebelt, hilft ja vielleicht benebeln. Sachinformation, Diskurs, ein Heereskonzept mit dem Regierungspartner? Geh wo, direkte Demokratie geht auch als b’soffene G’schicht.

Das Ohrwaschl - die Glosse von Seite 1: Alternierend verfasst von Guido Tartarotti, Andreas Schwarz und Birgit Braunrath.