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Karikatur vom Kiku-Heinz © Bild: Stefan Markus
Kreativität, Fantasie
07.09.2013

Liebe Theresa, hoffentlich lässt dir die Schule deine Fantasie!

Rund um das geniale Kinderbuch "Manchmal ist ein Fasan eine Ente" drängt sich die Sorge um fantasie-zerstörende Schulen und Lehrkräfte auf

"So schaut doch kein Geist aus!", meinte eine Lehrerin zu einer 8-Jährigen

| Kreativität, Fantasie

Hoffentlich lassen sie dir in der Schule deine Fantasie und treiben dir die nicht aus!“ Dieser Wunsch an die fünfjährige kongeniale Gesprächspartnerin von Peter-Ini (Peter Turrini, Gerhard Haderer, Manchmal ist ein Fasan eine Ente – Gespräche mit Theresa). Am Beeindruckendsten ist vielleicht die Geschichte mit der geschwungenen schwarzen Linie, die für sie ein Regenbogen, eben ein trauriger, ist. Da schießt sofort die Erinnerung an zwei Storys ein, die Schule als Kreativitäts-Verhinderungsanstalt charakterisieren:

Als Kind habe ihn im Winter das rot glühende Ofenrohr fasziniert. Drum habe er es auch so in der Schule gezeichnet, erzählte vor Jahren der Leiter des vormaligen Pädagogischen Instituts der Stadt Wien, Paul Kral, anlässlich der Eröffnung einer Ausstellung mit Kinderzeichnungen in der Burggasse. Als der Lehrer ihn gemaßregelt hatte, „es gibt nur schwarze, braune oder höchstens noch weiße Ofenrohre, hab ich die Freude am Zeichnen verloren.“

Geister-haft

Gut, oder vielmehr schlecht, aber das ist doch Jahrzehnte her. Allerdings liegt es bestenfalls ungefähr drei Jahre zurück, dass ein achtjähriges Mädchen ein wenig zerknirscht von der Schule nach Hause kam. Am Vormittag sollten sie einen Geist zeichnen. Ihrer schaute als einziger nicht aus wie alle anderen, die sich an der klassischen Leintuch-Überwurf und so orientierten. Und die Volksschullehrerin schiss diese Zeichnerin zusammen: „So schaut doch kein Geist aus!“ Das Glück dieses Mädchens: Ihre Eltern statteten der Lehrerin einen Besuch ab, um sie zu fragen, woher sie denn wissen wolle, wie ein geist ausschaue!