Schloss Hof lädt zur Prinz Eugen-Schau
"Der Krieger, die Witwe und ihr Sohn" zeigt den Starkult und den Umgang mit Eugens Erbe.
Prinz Eugen – 1663 in Paris geboren, 1736 in Wien gestorben – war der Superstar seiner Zeit. Durch seine militärischen Erfolge im Dienst der Habsburger machte der aus Frankreich geflohene Savoyer ein Vermögen. Eugen war ein PR-Genie in eigener Sache und die von ihm erdachten Legenden halten sich bis heute: über seine verlorenen Schlachten, das Wüten der österreichischen Soldateska. Über die fehlende Nachhaltigkeit seiner Heeresreformen und seinen diskutablen Kunstgeschmack, davon hört man bis heute so gut wie nichts. Andererseits wurde Eugen selbst immer wieder Opfer propagandistischer Ausschlachtung.
Stilmix
Die feudalen Gemächer in der Beletage von Schloss Hof sind weder eindeutig Eugen zuzurechnen, noch sind sie 100-prozentig mariatheresianisch. Die Regentin ließ zwar die dunkle Vertäfelung Eugens durch Wandbespannungen aus exotischen Stoffen ersetzen, doch einige Stoffe aus Eugens Besitz wurden wiederverwertet. Die Erklärung des Schloss-Erhalters Joseph II.: "Billiger ist das allemal."
Ausstellung
Nach 300; Jahren begrüßt Prinz Eugen wieder seine Gäste und begleitet sie durch sein geliebtes Landschloss. Schon beim Eingang zur Ausstellung „Der Krieger, die Witwe und ihr Sohn“ tritt der Genius loci den Besuchern mit einem Augenzwinkern gegenüber und führt ihn durch die Prunkräume des Schlosses.
Dauer 16. 3.–2. 11. 2015, täglich 10–18 Uhr, www.schlosshof.at