Was das Handgelenk über unsere Ahnen verrät
Bei zehn bis 15 Prozent der Menschen fehlt ein bestimmter Muskel am Handgelenk.
Wenn Sie herausfinden wollen, wie weit die Evolution an Ihrem eigenen Körper fortgeschritten ist, probieren Sie folgendes Experiment: Legen sie Ihren Arm so auf einen Tisch, dass man den Unterarm sieht. Führen Sie dann die Fingerspitze des Daumens mit der des kleinen Fingers zusammen und beugen Sie das Handgelenk leicht. Wenn nun ein schmaler Strang hervortritt, dann haben sie einen Musculus palmaris longus, auch langer Hohlhandmuskel genannt. Dieser fehlt bei rund zehn bis 15 Prozent der Menschheit an einem oder beiden Handgelenken.
Für Menschen nutzlos
Affen brauchen den Musculus palmaris longus, um auf Bäume zu klettern oder andere Tiere, die sich viel mit ihren Vorderbeinen fortbewegen. Für Menschen hat der Muskel kaum eine Bedeutung, egal ob er vorhanden ist oder nicht. Er wird jedoch im Zuge von Schönheits- und Rekonstruktionsoperationen gelegentlich entnommen und an anderer Stelle wieder eingesetzt.
Evolutionäre Spurensuche:
Der lange Hohlhandmuskel ist aber nicht das einzige Überbleibsel unserer Vorfahren. Das Portal Vox hat sich einem Video auf eine evolutionäre Spurensuche begeben: