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Zauberbuch statt Geige © Bild: Dimitri
Zauberbuch statt Geige
14.04.2013

Zauberbuch statt Geige

Weltklasse-Clown Dimitri mit Igor Strawinskys Teufelswerk am 17. April im Festsaal der Volkshochschule Meidling

Soldat tauscht beim Teufel Geigen gegen Zauberbuch. Das macht ihn reich, aber nicht glücklich. So weit die Grundgeschichte. Der bekannte Clown Dimitri und ein Ensemble der Berlinger Philharmoniker spielen die „Geschichte vom Soldaten“ am 17. April im großen Festsaal der Volkshochschule Meidling. In der Art eines Wanderbühnenstücks taucht das Publikum spürbar in das Geschehen ein, erlebt hautnah, wie der Soldat beim Teufel seine Geige gegen ein Zauberbuch tauscht. Des Soldaten Reise in die Heimat endet unter dem Triumphmarsch des Teufels in der Hölle.

Pantomime, Poesie und Paukenschlag

© Bild: Dimitri

Nach dem Text von Charles Ferdinand Ramuz spielen an der Seite des clownesken Teufels (Dimitri) Andreas Manz (Soldat) und Masha Dimitri (Prinzessin). Als Erzähler tritt Andrea Noce Noseda in auf. Die hochkomplexe Rhythmik, die zeitweilige Gegenläufigkeit von Rhythmik und Melodik, mit der Igor Strawinsky die fantasievoll ironisch heitere Handlung raffiniert durch schrille Musikkontraste betont, setzen Musiker der Berliner Philharmoniker virtuos um. So wird das Schlagzeug neben Violine, Kontrabass, Klarinette, Fagott, Trompete und Posaune zum Soloinstrument. Stilistisch verarbeitete Strawinsky Motive russischer Volksmusik, Märsche, Choräle, Walzer, Jazz-Elemente – und sogar einen argentinischen Tango.


Mit kindlicher Seele zum internationalen Star

© Bild: Dimitri

Dimitri wurde 1935 in Ascona als Sohn eines Bildhauers sowie Malers und einer Stoffplastikerin geboren. Bereits als Siebenjähriger fasste er den Entschluss, Clown zu werden. Zusätzlich zu einer Töpferlehre in Bern nahm er Schauspiel-, Musik-, Ballett- und Akrobatik-Unterricht. Danach absolvierte er eine pantomimische Ausbildung bei Etienne Decroux und wurde Mitglied der Truppe von Marcel Marceau in Paris, weltberühmt als Bip der Clown. Seine ersten Berufserfahrungen sammelte Dimitri als August im Cirque Medrano in Paris. Seit 1959 führten ihn Soloauftritte ausgehend von Ascona durch die ganze Welt. Dreimal war er auf Tournee mit dem Circus Knie. 1971 gründete Dimitri mit seiner Frau Gunda in Verscio das Teatro Dimitri. 1975 folgte eine Theaterschule und 1978 die Compagnia Teatro Dimitri.

Rudolf-Steiner-Schule Wien-Mauer

„Abgesehen vom künstlerisch kreativen Anspruch, der uns sehr am Herzen liegt, interpretiert Dimitri den Clown als aufrichtiges Wesen, das rein in seinen Gefühlen ist. Sich bewusst in den Zustand der Kindheit versetzt und spielerisch suchend die Welt erforscht. Auch für uns steht an erster Stelle, was in unseren Kindern angelegt ist und entwickelt werden will“, spannt Angela Schindler, Musikpädagogin an der Rudolf Steiner-Schule Wien-Mauer, den Bogen von der Clownfigur zum pädagogischen Konzept. „Wir freuen uns daher mehrfach über diesen Abend.“ Nicht zuletzt unterstützt das Publikum mit seinem Besuch die privat geführte Rudolf Steiner-Schule in materieller Hinsicht.

Infos

Die Geschichte vom Soldaten 17. April, 20 Uhr Festsaal der VHS Meidling 1120, Längenfeldgasse 13-15 Karten: Schüler_innen, Studierende und Senior_innen: 20 €, ansonsten 30 bis 100 € Rudolf Steiner-Schule Wien-Mauer: Tel. (01) 888 1275 und oeticket

sowie an der Abendkassa