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Tea Samardžić (Rosasgasse, Serbisch) wollte schon immer einmal über die Klimaerwärmung sprechen... © Bild: Heinz Wagner
Wäre ich ein Vogel oder Barack Obama...
20.12.2013

Wäre ich ein Vogel oder Barack Obama...

Ein weiterer Semifinaltag mit tollen mehrsprachigen Reden Jugendlicher aus Wien - und Tirol!

Raha Fatemi eröffnete das Semifinale von „SAG’S MULTI!“ Vol. 5 knapp vor den Weihnachtsferien. „Spiel“ort war diesmal die Sir-Karl-Popper-Mittelschule Schweglerstraße in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus. Die Rednerin aus dem Döblinger Gymnasium versetzte sich auf Farsi (Persisch) und natürlich Deutsch in verschiedene Rollen. Wäre ich eine Zeichentrickfigur, ein Vogel, eine Schriftstellerin. Als solche wäre sie glücklich, „weil ich anderen meine Gedanken vermitteln könnte“, aber sie wäre zu feig, die Wahrheiten zu verbreiten. Also wäre sie lieber der US-Präsident Barack Hussein Obama. „Dann könnte ich jederzeit mit einem Flugzeug in den Himmel fliegen wie ein Vogel…“ Vor allem aber würde sie als solcher anregen, dass mal alle Perser in die USA und alle US-Amerikaner in den Iran fahren. „Dann könnten die sehen, dass wir Perser sehr gastfreundlich und keine Feinde sind!“

No borders!

Oskar Weihs aus dem Theresianum, der vielleicht Pianist werden möchte, widmete seine Rede (Russisch) der Musik und ihrer Kraft und Chancen, Grenzen (zwischen Nationen, Kulturen, sozialen Schichten) überwinden zu können. Als eines von mehreren Beispiel führte er dafür das Recycled Orchestra an, das am Rande einer riesigen Mülldeponie gegründet wurde. Nach dem Motto „ihr schickt uns euren Mist, wir machen daraus Instrumente!“ werden aus Abfall Musikinstrumente gebaut und damit auch hochqualitativ musiziert. © Bild: Heinz Wagner

Von Musik oder Freundschaft, die Grenzen überwinden kann über die Vernichtung aller Waffen und Pflichtspenden Reicher bis zu Vorschlägen für Veränderungen der Schulen und des Bildungssystems – und nicht zu vergessen – Umweltschutz – äußerten rund zwei Dutzend Jugendliche in mehr als einem Dutzend verschiedener Sprachen ihre Meinungen - „word up – wir reden mit!“ lautet ja auch das Überthema im nunmehr fünften Jahr des mehrsprachigen Redebeweberbs „SAG'S MULTI!“.

Welche Sprache nehmen?!

Zwei der Sprachen, die noch nicht so oft vorgekommen sind, waren an diesem Tag Georgisch und Aserbaidschanisch. Tekla Scharwaschidze meinte in einer der Pausen zum Kinder-KURIER: „Beim Lesen und Schreiben der georgischen Schrift tu ich mir nicht ganz so leicht, drum bin ich auch bei meiner Rede einmal hängen geblieben“, zeigt sie in der Pause dem Kinder-KURIER ihren Text mit den sehr verschlungenen einzigartigen georgischen Schriftzeichen. Dabei erfahren wir, dass „in vielen Märchen eine große Rolle spielen und volkstümliche Märchen les ich oft auf Georgisch.“

In einer ihrer Erstsprachen, nämlich Aserbaidschanisch sprach Marzia Suleimanli, die erst seit ungefähr einem Jahr in Österreich lebt, über den Widersinn, wie viel Geld für Waffen ausgegeben wird. „Wenn man die alle vernichtet, dann gibt es erstens keine Kriege und es könnte so viel getan werden, um die Lebensbedingungen aller Menschen auf der Welt wesentlich zu verbessern und allen Bildung zu ermöglichen.“ © Bild: Heinz Wagner

Marzia Suleimanli, die auf Aserbaidschanisch sprach, verriet dem KiKu, dass sie auch Türkisch oder Russisch sprechen hätte können, wobei sie Russisch nicht so gut wie Türkisch beherrsche, „weil Aserbaidschanisch auch eine Turksprache ist, aber wir haben auch noch andere Buchstaben, zum Beispiel ein ö oder auch einen, der ausschaut wie ein seitenverkehrtes e, aber wie ä ausgesprochen wird“.

In der ersten Bilderstrecke findest du Zusammenfassungen aller Reden der Jüngeren dieses Tages.

In Bild und Wort:

Eindrücke abseits der Reden