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Funktion der Spiegelneuronen in Gebärdensprache erklärt... © Bild: Heinz Wagner
Interaktive Ausstellung
17.09.2014

Wissenschaft zum Anfassen

Interaktive Ausstellung "Wirkungswechsel" des Science-Center-Netzwerks: Derzeit in Wiener Neustadt.

Pamina und Simone sitzen auf der einen Seite und lächeln, ja lachen. Ihnen gegenüber haben sich auf den zwei Straßenbahnsitzen Julia und Sarah nieder gelassen. Sie versuchen so drein zu schauen, wie es viele in Wiener Öffis tun: grantig, griesgrämig… Lassen sie sich vom freundlichen Gegenüber „anstecken“?

Spiegelneuronen ausprobieren - in einer simulierten Straßenbahnsituation © Bild: Heinz Wagner
Gut, der Test findet unter nicht ganz fairen Bedingungen statt. Die beiden müssen sich schon ziemlich anstrengen, die Unfreundlichen zu spielen. Insofern springt der Funke schnell über. Diese Station von Wirkungs-Wechsel, der Dienstag Abend im Wiener Ringturm eröffneten neuen interaktiven Ausstellung des Science Center Netzwerks, mag vielleicht auch den einen oder anderen Echt-Test in der U-Bahn auslösen. Und was steckt hinter dem Versuch? Eine wichtige Wechselwirkung, die Funktion und Wirkungsweise der sogenannten Spiegelneuronen zu demonstrieren. Diese „Spiegelnetzdings“, wie sie Pamina nennt, „im Hirn helfen uns beim Lernen von anderen“ durch Nachahmung. Das testen übrigen schon ganz junge Kinder oft aus, in dem sie Grimassen oder Bewegungen vollführen und genau beobachten, ob das Gegenüber sie nachmacht. Passiert das, ist Lächeln ziemlich sicher der Lohn des Kleinkindes.

Gebärdensprache

Funktion der Spiegelneuronen in Gebärdensprache erklärt... © Bild: Heinz Wagner
Eine andere Station dieser Ausstellung lädt auch zum Nachahmen ein. „Wir fühlen uns miteinander verbunden, stehen in Beziehung zueinander, können voneinander lernen. Spiegelneuronen (im Gehirn) spielen dabei eine wichtige Rolle.“ Diese Sätze werden von verschiedenen zuvor aufgenommenen Menschen in Gebärdensprache – mit Untertiteln – gezeigt. Nachmachen – und damit ein bisschen eine – für die meisten - neue Sprache (kennen) lernen ist erwünscht ;)

Endlos...

Scheinbar unendliche Video-Schleife © Bild: Heinz Wagner
Apropos Video: Besonders Armin entdeckt die Station mit der schier endlosen Video-Schleife für spielerisches Ausprobieren. Kleine Handbewegungen, große Sprünge vor dem Monitor auf dem sich das Bild endlos wiederholt, weil alles zwischen Monitor und einer Kamera aufgenommen wird – und damit auch der Monitor… - wie wenn du im Aufzug zwischen zwei Spiegeln stehst, nur zeitlich verzögert und daher wie wenn beispielsweise deine Bild sich immer weiter nach hinten in den Monitor hinein wiederholt…

Insgesamt...

...vermitteln derzeit 18 (gegen Ende September 19) Stationen spielerisch Wechselwirkungen in verschiedenste Wissenschaftsgebieten – von der Medizin (Allergie), Hirnforschung und Psychologie (Spiegelneuronen), Mechanik, Technik und Kunst oder der Quantenphysik (in der digitalen Simulation eins entsprechenden Uni-Labors) – bei dieser Ausstellung. Die einzelnen Stationen stammen von verschiedenen der mehr als 130 Partner-Organisationen und –institutionen in diesem Netzwerk, das von Margit Fischer initiiert wurde.

Spiegelneuronen...

Viele Spiele...

Wirkung zwischen ...

Fotos...

Infos

Wirkungs-Wechsel
Empfohlen ab 8 Jahren

Bis 5. Juli 2015
Stadtmuseum Wiener Neustadt
2700, Petersgasse 2a
Mi, Fr, Sa, So, Feiertag: 10 bis 16 Uhr
Donnerstags: 10 - 20 Uhr

Die Macher_innen
Projektteam Verein ScienceCenter-Netzwerk: Sarah Funk (Projektleitung), Petra B. Preinfalk, Alina Natmessnig, Kathrin Unterleitner, Veronika Wieland, Barbara Streicher
Beratung: Lisi Breuss, lisibreuss.at
Ausstellungsdesign und Beratung: Hansjörg Mikesch, szenenbild.at
Bau Designelemente: Tischlerei Schramek; cyberlab.at
Grafik: message Marketing und Communications GmbH

Infos:
www.wirkungswechsel.at

www.science-center-net.at/