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© Bild: Fritz Novopatzky
2-Frauen-Stück
18.02.2015

Spiel rund um Doppel- und Scheinmoral

"Pfaffenschnitzel" - rund um Mozarts "Bäsle": Humorvolles Spiel mit (Schein-)Moral.

Lustig, ein wenig frivol und vor allem (kirchliche und bürgerliche) Scheinmoral so „nebenbei“ bloß stellend – das ist „Pfaffenschnitzel“, ein von Paula Fünfeck im Auftrag der Stadt Augsburg geschriebenes Stück rund um MAT (Maria Anna Thekla) Mozart, meist nur als „Bäsle“ bekannte Adressatin ein-/zweideutiger lustvoller Briefe des genialen Musikers gleichen Nachnamens.

(Un-)heimlicher Vater

© Bild: Fritz Novopatzky
Seine österreichische Erstaufführung erlebte das Stück kürzlich im Wiener Theater Center Forum. Michaela Kis und Uschi Nocchieri (Regie: Harald Jokesch) spielen alle Rollen und organsierten auch die Low-Budget-Produktion.

Zentrale Figuren sind Josefa und ihre Mutter MAT. Die hängt emotional noch immer an Wolferl, doch diese Beziehung hat dessen Vater wie so vieles im Leben seines Sohnes, unterbunden/“geregelt“. Josefas Vater ist ein hoher kirchlicher Würdenträger. Davon weiß sie sie die längste Zeit nichts, obwohl sie ihm im kleinen Ort oft begegnet.

Leidenschaft oder Konvention

© Bild: Fritz Novopatzky
Erst im Zuge einer Auseinandersetzung zwischen Mutter und Tochter kurz vor deren Hochzeit kommt die Wahrheit ans Tageslicht. Der Vertrauensverlust einerseits sowie der teils recht heftige Streit um gegensätzliche Moralvorstellungen – Leidenschaft als Beziehungsbasis (Mutter) gegen hehre Einhaltung von Konventionen (Tochter) – steuert beinahe auf den absoluten Bruch zu. Bis Josefa spürt, dass ihre Mutter tatsächlich „nur“ gern hätte, dass ihre Tochter – auch in ihrer künftigen Ehe – glücklich werde.

Runde Sache mit viel Lachen

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Sowohl der Wechsel in die weiteren Rollen – Domherr, Wolfgang Amadeus Mozart, dessen Vater Leopold - als auch das Auf und Ab der Stimmungen und Gefühle in ihren zentralen Rollen und obendrein jener der Sprache – aus der der Mozart-Briefe und –Zeit in heutiges Alltagsidiom wirkt (fast) immer rund, authentisch, glaubhaft. 75 Minuten Unterhaltung mit ein wenig Schadenfreude über entlarvte Doppelmoral, aber auch der Frage von Lebenszielen und vielleicht (Selbst-)belügen - (vorerst) noch zwei Mal in der Wiener TheaterEventBar im Café Kreuzberg.

Infos

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Pfaffenschnitzel

Autorin: Paula Fünfeck
Von der Stadt Augsburg in Auftrag gegeben, in Österreich erstmals gespielt

Schauspiel und Produktion: Michaela Kis und Uschi Nocchieri
Regie: Harald Jokesch

Wann und wo?
4. März und 1. April 2015
20 Uhr
TheaterEventBar - Cafe Kreuzberg
1070, Neustiftgasse 103
Kartenreservierung (Eintritt: Freie Spende): kontakt@sagmas-theatergruppe.at
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