Lachen gegen den Klimawandel
Das ernste Thema wird von Theaterleuten und einer Band bitterböse mit viel Platz zum Lachen gespielt. "Sorry, we're fucked" nach dem Palais Kabelwerk im Jänner 2014 im Pool 7 (1010 Wien)
Schräg. Dreieckige hohe Spitzen aus Karton – sollen wohl Berge darstellen, können vielleicht aber auch Pyramiden sein. Abgehandelt an Hand eines alpenländischen Gebirgsorts, in dem der Tourismus ausbleibt, weil’s an Schnee mangelt, wird in Sachen Klimawandel in dieser mehr als eineinhalbstündigen Performance in Sachen Klimawandel immer wieder über den engen Tellerrand hinausgeblickt – beispielsweise nach Dubai in die Skihalle. Oder via Videowand auf den Kilimanjaro –Bilder von vor mehr als 100 Jahren verglichen mit heute. Gletscherrückgang.
Aba brenna tuat's guat
Zwischen den Szenen spielt das stets im Hintergrund stehende Trio „Florian Zack & Band“ auf –Volksmusik-Rock’n’Roller, aber mit tiefer gehenden Texten. Neben eigenen Songs fällt da natürlich Hubert von Goiserns „Aber brenna tuat’s guat“ auf.
So amüsant war selten ein künstlerischer Act über Klimawandel. Wobei – wie bei Franca Rames und Dario Fos gesellschaftskritischen Komödien das Lachen natürlich immer wieder auch im Hals stecken bleibt.
Infos
„Sorry, we’re fucked“
theater-JA.KOMM
Schauspieler_innen: Eva Jankovsky, Robert Kahr, Felicitas Lukas, Stefan Ried, Jaqueline Sattler, Milan Stodulka ua.
Live-Musik: Florian Zack & Band
Produktionsteam: Sophie Gurresch, Susanne Lässig
Regieassistenz: Almasa Jerlagić
Bühnenraum: Sonja Böhm, Dominique Hölzl, Stella Krausz
Video: Philipp Kerber
Grafik: Julia Bonomeo, Martin Mayerhofer, Veronika Sigl
Sounds: Simon Schmid Tontechnik: Simon Katzböck
Special Appearance: Roland Düringer
30. Jänner 2014, 20 Uhr
Pool7
1010, Rudolfsplatz 9