Per Fahrrad durch Wiens jüdische Geschichte
„Unterwegs mit Victoria Blitz“ – das erste Kinderbuch des Jüdischen Museums Wien.
Victoria Blitz klingt ziemlich cool. Nach Sieg und urschnell. Es ist der Name eines Fahrrad-Modells. Das hat der später vor allem heute für Autobau bekannt gewordene Adam Opel vor mehr als 120 Jahren erfunden. Ein solches Rad – fast noch original – hängt hoch oben unter der Spitze des Glasdaches im Jüdischen Museum Wien (JMW) in der Dorotheergasse. Theodor Herzl, einer, wenn nicht der geistige Vater der Idee eines eigenen Staates für Jüdinnen und Juden und damit des 1948 gegründeten Israels, fuhr mit diesem Fahrrad. Und er war damit einer der ersten, der eine Victoria Blitz als fahrbaren Untersatz verwendete.
Selber reinzeichnen
Victoria Blitz bringt dich auch zur Berlinerin Fanny Itzig, die den Wiener Nathan Arnstein geheiratet hat. Sie brachte im Dezember 1814 den ersten grünen Baum ins Wiener Wohnzimmer, um ihn nach Brauch in Berlin zu schmücken. Auf der Zeichnung findet sich der Channuka-Leuchter des jüdischen gleichnamigen Festes und der Weihnachtsbaum. Leser_innen sind eingeladen die blasse Zeichnung gleichsam Weihnukka-mäßig zu bemalen.
Infos
Unterwegs mit Victoria Blitz
Idee, Text, Redaktion: Danielle Spera und Hannah Landsmann
Illustration: Roland Plachy
Jüdisches Museum Wien, Metro-Verlag
ca. 50 Seiten, 12 Euro