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"Da ist so viel da Vinci drin, da hat ein Kopist sein Mütchen gekühlt", meint der Albertina-Direktor. © Bild: APA/EPA/TICINO POLICE / HANDOUT
Ritratto di Isabelle d'Este
11.02.2015

Klaus Albrecht Schröder: Angeblicher da Vinci ist Fälschung

"Ritratto di Isabelle d'Este" war am Montag in Lugano sichergestellt worden.

Das nun aufgetauchte Ölbild der Marquise Isabella d'Este stammt nach Überzeugung von Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder nicht von Leonardo da Vinci. "Es handelt sich um ein eher primitives und auch relativ spätes Werk", so der Kunstexperte am Mittwoch. Gegen die Echtheit spreche auch, dass das Bildnis eine Zusammenstellung von Motiven aus verschiedensten da-Vinci-Werken sei.

epa04612979 An undated handout provided by the Swiss police on 10 February 2015 shows the painting 'Ritratto di Isabella d'Este' by Italian artist Leonardo da Vinci, which was seized by the police of Ticino. The painting was deposed in a private box of a trust in Lugano. According to the prosecution of Pesaro, the painting was transported illegally out of Italy and offered for sale in August 2013 by a lawyer. EPA/TICINO POLICE / HANDOUT MANDATORY CREDIT: TICINO POLICE - HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES © Bild: APA/EPA/TICINO POLICE / HANDOUT
"Da ist so viel da Vinci drin, da hat ein Kopist sein Mütchen gekühlt", so Schröder. Er gehe auch nicht davon aus, dass in tieferen Schichten der Leinwand echte Teile eines da-Vinci-Werkes auftauchten.

Das 61 mal 45,5 Zentimeter große Ölgemälde "Ritratto di Isabella d'Este" - angeblich seit Jahrhunderten verschollen - war am Montag in Lugano in einem Tresor in einem Schweizer Geldhaus sichergestellt worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war das Porträt der Mäzenin illegal ins Ausland gebracht worden. Es sollte laut Medienberichten für 120 Mio. Euro verkauft werden.