Kultur

ImPulsTanz: 50 Produktionen von 12. Juli bis 12. August

Der Countdown läuft. Denn am 12. Juli ist es wieder so weit. Dann bringt ImPulsTanz zum 35. Mal (!) wieder viel Bewegung in die Stadt, wird Wien für vier Wochen (bis 12. August) zum absoluten Zentrum für zeitgenössischen Tanz.

Nicht weniger als 50 Produktionen und mehr als 230 Workshops zum bewussten aktiven Mitmachen hat Intendant Karl Regensburger wieder im Angebot; die Besten der Besten des zeitgenössischen Tanzes zeigen dabei teils neue Arbeiten. 15 Uraufführungen und 24 österreichische Erstaufführungen prägen das Festival.

Würstelstand

Bespielt werden u. a. das Burgtheater, das Volkstheater, das Odeon, das mumok oder das Kasino am Schwarzenbergplatz samt dazugehörigem Würstelstand. Hier lädt die Künstlerin Andrea Maurer unter dem Titel „Found Poems at the Würstelstand besides the theatre“ vor und nach Vorstellungen im Kasino zu 15-minütigen „Poesie-Maschinerien“ ein.

Poesie steht auch bei einigen anderen ImPulsTanz-Veranstaltungen im Zentrum. Zum Bespiel bei Anne Teresa De Keersmaekers „Mitten wir im Leben sind“, das im Burgtheater gastiert. In dieser Arbeit setzt sich die Choreografin gemeinsam mit dem exzellenten Cellisten Jean-Guihen Queyras auf existenziell-sinnliche Weise mit den Cello-Sonaten von Johann Sebastian Bach auseinander.

Perlenkette

Sinnlich geht es oft auch bei Marie Chouinard zu, der ein kleiner Schwerpunkt gewidmet ist. Anlässlich ihres 40-jährigen Schaffensprozesses zeigt die kanadische Starchoreografin im Volkstheater an drei Abenden ausgewählte „Solos and Duets“. „Das sind kleine Schlaglichter, die sich zu einer Perlenkette verwandeln sollen“, so die Leiterin der Tanzbiennale von Venedig .

„Solos and Duets“ ist übrigens auch der Titel einer Hommage an die amerikanische Tänzerin und Choreografin Meg Stuart, die mit ihrer Compagnie Damaged Goods auch mit dem Klassiker „Blessed“ und (im Arsenal) gemeinsam mit Mark Tompkins mit „Serious Fun“ zu erleben ist.

Hochspannung garantieren aber auch viele andere Künstler. Dave St. Pierre, der das Festival eröffnen wird, Radikalperformer Ivo Dimchev, Simon Mayer mit Klassikern und neuen Kreationen, Performerin Akemi Takeya, die „Tanzklinik“ von Choy Ka Fai, François Chaignaud, Chris Haring und Liquid Loft, natürlich Jan Fabre und Troubleyn oder der diesjährige Mülheimer Dramatikerpreisträger Thomas Köck, der gemeinsam mit Andreas Spechtl das mumok beschallen wird.

Zukunft

In der Reihe [8:tension] rittern neun junge Choreografen um den „Young Choreographers’ Award“; die hochkarätig besetzten Workshops im Arsenal laden zum Mittanzen ein. Das Gesamtbudget für liegt heuer bei etwas mehr als fünf Millionen Euro. 2,3 Millionen gibt die Stadt Wien, 550.000 Euro sind vom Bundeskanzleramt (noch nicht) zugesagt. Der Rest wird über Sponsoren lukriert.

www.impulstanz.com