Familiensache: Die Brandauers erobern den Dschungel Wien
Die Brandauers sind ab Dienstag im Wiener Dschungel im Museumsquartier zu sehen.
Eine Prinzessin ist sie sowieso. Nicht nur für die fünf Abende im Dschungel, an denen Lena Brandauer die Hauptrolle im Stück „Ich bin viele“ spielt. „Unsere Tochter führt auch zu Hause Regie“, lächelt Klaus Marias Sohn Christian Brandauer und macht keinen unglücklichen Eindruck, als er das sagt. Zu allem und jedem habe die 12-Jährige eine Meinung: „Nicht einmal meine tadellose, selbst gekochte Hühnersuppe bleibt unkommentiert.“
Fürs Kochen hatte der Musiker und Komponist aber zuletzt ohnedies keine Zeit: Seit zwei Monaten verbringt Christian mit Frau Natalija und Tochter Lena jede freie Minute mit Proben zum Stück, das seine Frau geschrieben und auch inszeniert hat und in dem die Tochter die Hauptrolle spielt. Er selbst steuert die Musik bei.
Fordern tut gut
„Ich bin viele“ erzählt die Geschichte eines 13-jährigen Mädchens, der Prinzessin, das sich bei der Schulaufführung von „Romeo und Julia“ die Rolle der Julia sichert und sich damit den Zorn der herrischen Klassenkameradin Ghana zuzieht. Ghana ist in den Buben, der Romeo spielt, verknallt und eine ganz Coole. Weil die Prinzessin auch cool sein will, schmeißt sie einen Trip mit Romeo. Doch die Drogen sind nichts für sie. Der vorausgesagte Glücksrausch wird zum Albtraum.
Sie habe die Figuren gemeinsam mit den Jugendlichen erarbeitet“, so Natalija Brandauer. Weil sie wollte, dass deren Sprache authentisch ist, „obwohl die meisten ja nie so fluchen würden.“ Dazu seien alle zu gut behütet. Gerade diese Gegenwelt zu ihrer eigenen habe die Jugendlichen fasziniert.
Gespielt wird das Stück nur diese Woche im Dschungel, im kommenden Jahr will Natalija damit auf Tour gehen. „Wenn die Kinder es sich einteilen können“.
INFO:
Gespielt wird am Dienstag um 19.30 Uhr, am 28.11. & 29.11. um 10.30 & 19.30 Uhr. Karten € 8.50.
www.dschungelwien.at