Kultur

Auf dem Totenbett mit Anna von Hausswolff

Funeral Pop" - Begräbnis Pop - so nennt die schwedische Musikerin Anna von Hausswolff ihre eigene Musik. Klingt irgendwie deprimierend, ist es hin und wieder auch. Aber im Großen und Ganzen schafft die 26-Jährige sphärische Klänge zum Tagträumen.

Mit dem Klang von Orgeln stimmt sie die Zuhörer auf ihr zweites Album „Ceremony“ ein. „Epitaph Of Theodor“ nennt sich das Stück und wirkt ein wenig mittelalterlich, drohend. Erst zehn Minuten nach dem ersten Ton, erhebt Anna Michaela Ebba Electra von Hausswolff – so der ganze Name der Schwedin – ihre bezaubernde Stimme. Und diese erinnert irgendwie an Kate Nash. Untermalt von einem ständig präsenten Orgelsound quält sich „Will you take back what you said?“ ins Mikro. Emotionen kommen hoch. Gänsehaut.

Album-Stream "Ceremony"

Müsste man das Album mit Schlagworten rezensieren, würde einem sakral, orchestral, erhaben und wahrscheinlich auch pathetisch in den Sinn kommen.

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„Ceremony“ ist kein leichtes Album für zwischendurch, aber ein besonderes Werk, das auf eine einzigartige Weise Klassik und Pop verbindet und mit ausgefeilten Arrangements punktet.

So perfektionistisch Anna von Hausswolff bei der Aufnahme des Albums war, so perfektionistisch ist sie auch bei ihren Konzerten. Angeblich sucht sie vor jedem Konzert Informationen über die Location, um jedem Gig den passenden musikalischen Anstrich zu geben. Davon kann man sich am 12. Oktober in Graz selbst ein Bild machen.

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