Heutige Bärenvergabe und ohne klaren Favoriten
Zwei österreichische Kurzfilme mit Preischancen dabei.
Ohne einen klaren Favoriten geht es heute, Samstag, Abend an die Vergabe der Goldenen und Silbernen Bären der 65. Berlinale. Insgesamt 19 Filme wetteifern um die Preise, die von einer Jury unter Vorsitz des Regisseurs Darren Aronofsky vergeben werden. Chancen werden dabei u.a. dem deutschen Thriller "Victoria" sowie Werken aus Russland, Iran, Guatemala und Chile ausgerechnet.
Im Kurzfilmwettbewerb rittern mit dem experimentellen Horrorfilm "The" von Billy Roisz und Dieter Kovacic sowie "Of Stains, Scrap & Tires" von Sebastian Brameshuber auch zwei österreichische Beiträge um Auszeichnungen. Abseits davon war Österreich bei den Internationalen Filmfestspielen in geringerem Ausmaß als zuletzt vertreten. In Nebensektionen wurden u.a. Karl Markovics für "Superwelt" und der Grazer Jakob M. Erwa mit "Homesick" sehr positiv aufgenommen.
Erste Preise bereits vergeben
Kurz vor der Verleihung der Berlinale-Bären haben die unabhängigen Jurys am Samstag ihre Preisträger bekannt gegeben. Der deutsche Regisseur Sebastian Schipper gewann mit seinem Echtzeitthriller "Victoria" den Preis der Gilde Deutscher Filmkunsttheater. Dieser würdigt einen Beitrag aus dem Festivalwettbewerb.
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International zeichnete die britische Afghanistan-Doku "Tell Spring Not to Come This Year" von Saeed Taji Farouky und Michael McEvoy aus. Der iranische Film "Taxi" von Jafar Panahi bekam den FIPRESCI-Preis des internationalen Verbands der Filmkritik in der Wettbewerbskategorie.
Die Ökumenische Jury entschied sich dort für "Der Perlmuttknopf" von Patricio Guzman aus Chile. In der Panorama-Sektion ging der Preis an "Ned Rifle" von Hal Hartley, in der Forum-Reihe an "Histoire de Judas" von Rabah Ameur Zaimeche.
Das US-amerikanische Drama "Nasty Baby" von Sebastian Silva wurde am Freitagabend beim 29. Teddy Award als bester Spielfilm ausgezeichnet. Mit dem Preis werden bei den Berliner Filmfestspielen Produktionen gewürdigt, die sich auf besondere Weise mit schwulen und lesbischen Themen befassen. Und bereits am Freitag war der österreichische Kurzfilm "Nelly" von der Jugendjury des Wettbewerbs "Generation 14plus" mit einer lobenden Erwähnung bedacht worden.
Die 65. Berlinale endet nach der Verleihung des Goldenen und der Silbernen Bären am Sonntag mit einem Kinotag, bei dem viele Produktionen noch einmal gezeigt werden.
Alle Gewinner und Bilder der Verleihung finden Sie heute Abend auf KURIER.at.