Ein Wein-Etikett, das "Fuck off Intolerance" sagt
Der deutsche Winzer Fred Strieth zeigt der Pegida den Stinkefinger.
Stinkefinger auf Wein-Etiketten sind doch eher selten – der Rheingauer Winzer Fred Strieth möchte mit dieser kleinen Provokation ein Signal gegen Intoleranz in der Gesellschaft setzen. "Fuck off Intolerance" nennt der Weinbauer aus Rüdesheim sein flüssiges Statement gegen Ausländerfeindlichkeit, Antisemitismus und Schwulen-Hass. Die Idee für den 10-Euro-Wein sei ihm Anfang des Jahres zur Zeit der Pegida-Demonstrationen gekommen.
Für die Flaschen mit dem besonderen Etikett, das eine Freundin seiner Tochter gestaltete, wählte Strieth einen weiß gekelterten Spätburgunder aus. Der Blanc de Noir stammt aus einer Lage in Assmannshausen, das für seinen Spätburgunder berühmt ist. Um die 700 Flaschen hat Strieth, der nur drei Hektar in Steillagen bewirtschaftet, entsprechend etikettiert. Ein Teil des Verkauferlöses soll für soziale Zwecke verwendet werden.