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© Bild: Franz Gruber
Salz und Pfeffer
11.11.2012

Edelhof

Florian Holzer aß in Währing und war davon nicht übermäßig angetan.

Auch wenn es in Währing keine Parkplätze mehr gibt, Lokale gibt’s reichlich. Darunter auch ein neues, beziehungsweise nicht ganz so neues, weil sich das „Edelhof“ und sein Vorgängerlokal „Komarek“ ja nicht wesentlich unterscheiden – neuer Name, neue Besitzerin (die frühere Geschäftsführerin Elisabeth Bahula), aber gleicher Koch. Auch das Design blieb seiner bisherigen Linie treu: eine wilde Mischung von Stilen und Elementen, „Las Vegas trifft Wirtshaus“ gewissermaßen. Ein leichter Hang zum Eklektizismus auch in der Küche, wo Sebastian Bramer Wiener Klassiker mit ein paar Schlenkern in modernere Gefilde anreichert, dabei aber stets auf der ganz vorsichtigen Seite bleibt. Saiblingstatar mit Räucherforellenmousse und cremigem Schwarzwurzelsalat zum Beispiel – klingt vielversprechend, war dann aber halt ein Scheibchen Fisch-Püree, das Mousse stockte vor Gelatine und die Schwarzwurzeln waren aus dem Glasl (10,80 €). Mehr Freude machte der Grammelknödel mit Champagnerkraut, der sich nämlich als Grammel-Burger erwies und dafür recht gut war, das Kraut leider zu süß (7,80 €). Der Wildschweinbraten mit Brezelknödel war ein Saftbraten, Geschmack und Fleischstruktur des Wildschweins gingen dadurch leider völlig unter (16,80 €). Mit etwas mehr Mut und ein wenig mehr Sorgfalt wäre da sicher etwas zu erreichen.

Restaurant Edelhof, Wien 18, Edelhofgasse 13, 01/478 22 22, Mo-Sa 18-24,

www.restaurant-edelhof.at