Auf eine Partie mit dem "Wödmasta"
Fußball-Legende Ernst Happel verbrachte hier unzählige Stunden am Kartentisch.
Wir sind einer der letzten Vorposten der Innenstadt“, sagt Peter Breimaier, Betreiber des Café Ritter in der Ottakringer Straße 117. Und tatsächlich wirkt das Kaffeehaus mit seinem originalgetreu restaurierten Jahrhundertwende-Interieur wie eine Insel in der doch etwas grauen Vorstadt.
„Natürlich haben wir viel weniger Laufkundschaft als die Cafés in der City“, erzählt Breimaier. Rund drei Viertel der Besucher seien Stammgäste. Viele davon kommen wegen des Rindsgulasch, das Breimaiers Mutter zubereitet. Das Geheimnis hinter der hauseigenen Spezialität ist die Kochzeit: Vier bis fünf Stunden darf das Fleisch im Topf köcheln.
Schwarze Katze
Es waren aber weniger die kulinarischen Genüsse, die dem Ritter seinen berühmtesten Stammgast bescherten: Fußball-Legende Ernst Happel verbrachte hier unzählige Stunden am Kartentisch. „Schwarze Katze“ hieß sein Lieblingsspiel. „Zwei Herrschaften aus seiner Kartenrunde kommen immer noch“, sagt der Cafétier. Und nicht nur das: Fußballvernarrte aus Holland und Deutschland, wo Happel als Clubtrainer Triumphe feierte, pilgerten schon in das Stammlokal des „Wödmastas“.
Ob Tarock oder Billard – Spielkultur wird hier auch abseits des grünen Rasens großgeschrieben. Aber auch lokale Musiker wie „Velvet Ottakring“ spielen im Ritter regelmäßig auf. „Wir wollen schließlich auch jüngere Menschen ansprechen“, sagt Breimaier. Die Palette der Gratis-Konzerte reicht von Jazz über Blues bis hin zum Soul. Zu laut sollte es halt nicht sein. Das würde nur die Wohnzimmer-Atmosphäre stören.
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