Wien stellt Radfahrern Luft zur Verfügung
Zunächst vier öffentlich zugängliche Standorte. Ventile auch für Rollstühle und Kinderwägen geeignet.
Die Zahl der Menschen, die in Wien mit dem Fahrrad unterwegs sind, steigt. Jene, denen dabei die Luft in den Reifen ausgeht, haben nun die Möglichkeit, sie mithilfe eines neuen Angebots der Stadt wieder aufzupumpen. An vier Standorten bei stark frequentierten Radwegen wurden öffentlich zugängliche Luftpumpen errichtet, die kostenlos genutzt werden können.
Standorte
Die Pumpen wurden dort eingebaut, wo viele Biker unterwegs sind: Am Urban-Loritz-Platz im 7. Wiener Gemeindebezirk, der am Gürtelradweg liegt sowie am Bruno-Pittermann-Platz bei der U-Bahn-Station Längenfeldgasse in Wien Meidling, an der der Wiental-Radweg vorbeiführt. Weitere Luftpumpen befinden sich vor dem Europaplatz am Westbahnhof im 15. Bezirk und an der Kreuzung von Karlsplatz und Wiedner Hauptstraße in Wieden.
Alle vier Standorte befinden sich nahe einer U-Bahn-Station. Die Luftspender wurden bei den davor gelegenen Radabstellanlagen aufgestellt, damit sie leicht zu finden sind. Ein Schild mit der Aufschrift "Wiener Pumpe" weist nochmals auf die rote Edelstahlpumpe hin.
"Wenn Radfahrer mit zu wenig Luft unterwegs sind, kann das ärgerlich sein und auch der Reifen kann dadurch kaputt gehen. Mit den öffentlichen Luftpumpen haben sie nun die Möglichkeit, das Fahrrad wieder flott zu machen", erklärte Martin Blum, Radverkehrsbeauftragter der Stadt Wien, am Dienstag bei der Präsentation.
Pilotversuch
Die Geräte wurden in Wien angefertigt und sind, so wurde versichert, wartungsfrei sowie vandalismusbeständig. Der Pumpenkopf passt auf alle gängigen Ventilarten von Fahrrädern, kann aber auch für Rollstühle und Kinderwägen genutzt werden. Eine Pumpe kostet 1.500 Euro. Die Mittel wurden von der Mobilitätsagentur Wien bereitgestellt.
Dank eines Pilotversuchs gibt es bereits Erfahrungswerte: Bereits im Juli 2013 wurde der Pumpentyp am Siebensternplatz in Wien-Neubau postiert. "Die Luftpumpe dort wird von vielen Radfahrern genutzt und funktioniert einwandfrei", zeigte sich Thomas Blimlinger (Grüne), Bezirksvorsteher von Wien Neubau, zufrieden.
Wenn das nun ausgeweitete Angebot gut angenommen wird und die Nachfrage bleibt, sollen noch weitere Exemplare folgen. Wenn hoher Bedarf bestehe könnten etwa auf der Donauinsel weitere Pumpen montiert werden, hieß es heute.