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Kornelia Hintz wehrte sich, der Räuber ergriff die Flucht © Bild: Michaela Reibenwein
wien
17.12.2013

Trafikantin vertrieb Räuber mit Pfefferspray

„In dem Moment habe ich nicht nachgedacht“, sagt Kornelia Hintz.

Seit zwölf Jahren steht Kornelia Hintz hinter der Budel der kleinen Trafik in der Düsseldorfstraße in der Donaustadt. Auch am Dienstag steht sie wieder in ihrem Geschäft. Und das, obwohl sie am Tag davor überfallen wurde. „Ich hab geglaubt, ich bin in einem falschen Film“, sagt sie. Das muss sich auch der Räuber gedacht haben. Denn anstatt fetter Beute hielt ihm die Trafikantin einen Pfefferspray entgegen. Der bewaffnete Täter ergriff daraufhin die Flucht.

Gegen 15.40 Uhr betrat der Täter am Montag die Trafik. „Ich war gerade dabei, die Tickets der Wiener Linien zu sortieren und bin mit dem Rücken zu ihm gestanden“, sagt Hintz. „Tag“, sagte daraufhin der Unbekannte. „Tag“, erwiderte die Trafikantin. Als sie sich umdrehte, blickte sie in den Lauf einer Pistole. „Geld!“, forderte der Räuber. Doch statt in die Kassenlade griff Hintz zum Pfefferspray. „Das hat er gesehen und dann ist er gelaufen“, erinnert sich die Trafikantin.

Schon vor acht Jahren wurde die Trafik überfallen. Damals erwischte es die Kollegin – der Räuber zog ihr damals seine Waffe über den Kopf. Dass sich Hintz gewehrt hat, bereut sie am Tag danach. „Eigentlich war’s ein Fehler“, sagt sie. „Ich bin froh, dass nichts passiert ist. Aber in dem Moment hab ich nicht nachgedacht.“

Der glücklose Räuber ist zwischen 35 und 37 Jahre alt und 160 bis 165 cm groß, trug eine grauen Haube und auffällige runde Brillen mit schwarzem Rand. Hinweise: 01/31310- 67800.