Chronik/Wien

Stadthallenbad: Baufirmen drohen bald Millionenklagen

Der Misstrauens­antrag gegen SPÖ-Stadtrat Christian Oxonitsch wurde, wie erwartet, am Mittwoch beim Sondergemeinderat zum Stadthallenbad mit rot-grüner Mehrheit abgeschmettert (37:53).

Die gerichtlichen Ermittlungen nach den Ursachen der Bausünden stehen hingegen kurz vor dem Abschluss. Wie der KURIER berichtete, war haarsträubender Pfusch an der Tagesordnung. Bis heute sind die Becken des Bades undicht, was letztlich auch zum Baustopp führte. Da das letzte Gutachten noch vor Jahreswechsel erwartet wird, könnte es bald zu gewaltigen Schadenersatzforderungen und Strafanzeigen gegen die bauausführenden Firmen kommen.

„Die werden vor Gericht nicht halten“, kritisiert ÖVP-Gemeinderätin Isabella Leeb. „Durch den Baustopp sind Schäden nur schwer belegbar, da es nie eine Ab­nahme gegeben hat.“ Stadtrat Oxonitsch und die Holding habe total versagt und alles gemacht, was man nicht machen darf. Laut FPÖ habe
die Stadt mit nicht ordnungsgemäß abgewickelten Projekten 4,3 Mrd. Euro (so hoch ist auch der Schuldenstand der Stadt) verschwendet.