Heckenschütze: Kopfgeld um 20.000 € erhöht
Auch durch die Aufstockung der Belohnung gingen zahlreiche neue Hinweise bei der Polizei ein.
Das für die Ergreifung des Heckenschützen ausgesetzte "Kopfgeld" hat mittlerweile beträchtlich an Umfang gewonnen: Die vom Verein der Freunde der Wiener Polizei bereits ausgelobten 2000 Euro für eindeutige Hinweise wurden jetzt vom Bundeskriminalamt um 20.000 Euro aufgestockt.
Eine Belohnung in derartiger Höhe hat es zuletzt etwa im Fall Julia Kührer gegeben (25.000 Euro).
"Das kann uns vielleicht helfen", meint man jedenfalls bei den Ermittlern im Wiener Landeskriminalamt. Dort sind zwar bis Donnerstagnachmittag wieder eine Reihe von Hinweisen eingelangt, doch der sprichwörtlich "heiße Tipp" war vorerst nicht dabei. "Wir arbeiten aber natürlich alle gemachten Angaben durch", heißt es.
Zeugen oder Mitwisser können sich auch vertraulich unter 01 / 31310 / 33 130 an die Polizei wenden.
Luftdruckwaffe
Gar nicht glücklich sind die Beamten mit dem in der Öffentlichkeit verwendeten Synonym "Sniper". Das sind nämlich Heckenschützen, die mit militärischen Präzisionswaffen (Kaliber 12,7 Millimeter) und Spezialoptiken in der Lage sind, bis auf eine Entfernung von 1000 Metern und darüber Kopfschüsse zu landen. Der in Wien aktive Psychopath verwendet aber eine Luftdruckwaffe mit einem Kaliber von 4,5 Millimeter, die nur geringe Verletzungen hervorrufen kann. Die Einsatzschussweite, so ein Waffenexperte des Bundeskriminalamtes, liegt für diese Zwecke weit unter 50 Meter. Ein Autofenster oder herkömmliche Wohnungsfenster können auch nicht durchschlagen werden.
Eine tödliche Wirkung kann ein Luftdruck-Projektil nur in absoluten Extremfällen haben - etwa bei einem aufgesetzten Schuss am Auge.
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